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Auf einem Weinberg irgendwo in Frankreich werden die Trauben mit einer neuen, unerprobten Chemikalie besprüht. Das Ergebnis ist verheerend, denn der daraus gewonnene Wein macht aus den einfachen Weinbauern eine Horde geisteskranker, mit ekeligen Geschwüren verunstalteter Mörder. Eine junge Frau reist gerade in das abgelegene Kaff an, um ihren Verlobten zu besuchen, der auf dem Berg arbeitet. Kaum ist sie angekommen, da wird sie auch schon mit Tod und Wahnsinn konfrontiert und muss in der Nacht darauf (fast) ganz alleine durch das unheimliche Weindorf voller Verrückter irren.

Eine weitere Perle auf der Verbotsliste. Der Film zieht sich zwar in die Länge, weil er oft Naturaufnahmen und dergleichen einfängt, aber er ist dennoch ausgesprochen spannend und düster inszeniert. Die Musik erinnert sehr stark an die Werke von Goblin, die teils sehr krassen Gewalteinlagen nehmen schon so manches von den späteren italienischen Zombiefilmen vorweg: Ekeliges Makeup mit eiternden, aufplatzenden Wunden, Kopfschüsse, eine blutige Enthauptung, eine Frau wird mit einer brennenden Fackel verunstaltet, eine andere mit einer Heugabel durchbohrt, etc.
Die gesamte Handlung erinnert aber auch an Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD und THE CRAZIES. Die Szenen im Dorf der Irren fand ich ziemlich gruselig, auch wenn es etwas seltsam erscheint, dass sich alle Kranken zu einer Horde gleichgesinnter Meuchler zusammenrotten.
Lasst euch nicht von den beiden blöden deutschen Titeln, dem Herkunftsland oder dem Alter des Streifens abschrecken. Ich spreche jedenfalls eine kleine Empfehlung aus, denn das Teil sollte man mal gesehen haben.

7 von 10.

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