Review

Con Air

Grad ehrenvoll aus dem Dienst entlassen kommt es für Ex-Ranger Cameron Poe (Nicolas Cage) zu einer folgenschweren Auseinandersetzung mit ein paar Betrunkenen. Er tötet in Notwehr einen seiner Angreifer. Trotzdem wird er zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Das harte Urteil erträgt er wie ein Mann, schwerer für ihn ist es die Geburt seiner Tochter zu verpassen. Dann nach 8 langen Jahren ist es endlich soweit, denn am 14. Juli kommt er zurück in die Freiheit. Perfektes Timing, denn seine Tochter feiert an diesem Tag auch ihren 8 Geburtstag. Zusammen mit den berüchtigtsten Schwerverbrechern der USA soll Poe mit der Con Air, einem speziellen Flugzeug für Gefangenentransporte, nach Hause überführt werden. Doch die Verbrecher, von denen die meisten die Todesstrafe erwartet, kapern den Vogel…

1A Actionkracher vom Blockbuster Produzenten Jerry Bruckheimer.

Der Mann hat einen Riecher für massentaugliche Stoffe und auch ne glückliche Hand was die Besetzung des Regiestuhls und der Darsteller angeht. Der Vorangegangene Action-Thriller The Rock leitete eine neue Art von Action-Movies ein und fand in Con Air, aufgrund desselben Hauptdarstellers und der gleichen Machart, eine Art Fortsetzung, wobei die beiden Filme freilich nichts miteinander gemein haben. Aber die Maschinerie der Unterhaltungsindustrie fordert immer wieder neue Ideen. In diesem Fall die Kombination aus wirklich guten und fähigen Charakterdarstellern mit einem spannenden Drehbuch und wirklich umwerfender Kinoaction. Somit bewegt sich der Film von Anfang an auf einem sehr hohen Niveau was die gesamte Präsentation angeht.

Regisseur Simon Wests (Tomb Raider) Debüt ist eindeutig auf die MTV-Generation zugeschnitten. Das kann man unter anderem am Schnitt und dem wirklich hohen Tempo des Filmes ausmachen. Videoclipästhetik gepaart mit einem treibenden Score geben dem Film eine spritzige Note und schmücken den Film edel und reißerisch aus. Weiterhin Positiv hervorstechen kann die unglaubliche Darstellerriege mit einer ganzen Reihe an bekannten Gesichtern, also da wären Nicolas Cage, John Malkovich, Ving Rhames, John Cusack, Steve Buscemi und Danny Trejo um nur mal die bekanntesten Gesichter aufzuzählen. Dass viele von ihnen auch schon in Charakterrollen glänzen konnten macht das ganze besonders sehenswert. John Malkovich ist ein wahrer Bastard von einem Bösewicht, dessen subtiles Overacting wunderbar zu seinem Charakter passt. Dieses Niveau kann man getrost auf den kompletten Darstellerstab übertragen, zumal sich die schrägsten Vögel an Bord der Con Air befinden. Vom Ex-Knacki bis zum Hannibal Lecter-Verschnitt (Buscemi als Massenmörder) ist einfach alles vertreten.

Mit viel Ironie, einem Mindestmass an Wortwitz und der nötigen Distanz zur Realität ist einem dieser Trupp von Schwerverbrechern direkt sympathisch, jedoch bleibt man eindeutig auf der Seite von Nic Cages Charakter und freut sich wenn er die bösen Jungs dann endlich in den Arsch tritt.

Dies passiert dann auch und ist für diese Art Mainstream ungewöhnlich hart inszeniert. Da sind blutige Einschüsse genauso an der Tagesordnung, wie brennende Menschen und Knochenbrüche. Eine weitere Gemeinsamkeit zu The Rock oder auch Bad Boys I und II. Frei nach dem Motto Höher, Schneller und Weiter werden alle 10 Meter die Locations in die Luft gesprengt, ein Auto zu Klump verarbeitet und ne Menge Protagonisten verheizt. Seinen Höhepunkt findet diese Destruction-Orgie in Las Vegas, wobei man leider zu offensichtlich den Computer zu Hilfe nahm, weshalb das besagte Szenario dann sogar ein wenig übertrieben wirkt, jedoch dem Gesamten nicht wirklich negativ zu Leibe rücken kann.

Also für Freunde der gepflegten Action ist auch Con Air eine wahre Offenbarung die von der ersten Sekunde an begeistert und bis zum Finale die Zeit wie im Fluge vergehen lässt!

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