Review

Wenn ein Name seine Handschrift trägt..


Wenn der Name Jerry Bruckheimer fällt, kommen dem geneigten Cineasten gleich Titel wie: "The Rock", "Bad Boys" oder "Armageddon" ein. Und genau jener rief zusammen mit Simon West "Con Air" ins Leben. Ein inzwischen gewordener Actionklassiker im Edellook.

Begeistern konnten sie für die Hauptrolle keinen geringeren als Vielfilmer Nicolas Cage.

Cameron Poe, ein Ranger, wird nach dem versehentlichem Totschlag eines Bargastes im Streit zu mehreren Jahren Haft verurteilt.Nach Absitzen der Haftstrafe ist die Freude gross, seine Familie wieder zu sehen. Er wird mit anderen Mithäftlingen via Transportflugzeug nach Louisiana geflogen, um seine Bewährung anzutreten. Doch die anderen Insassen erwartet nur der Umzug in ein anderes Hochsicherheitsgefängnis. Um dem zu entgehen, haben einige den perfiden Plan gefasst, auf dem Flug auszubüxen und das Flugzeug zu kapern, unter der Führung von Cyrus Grissom, ein ultragefährlicher Schwerverbrecher, der nun eine Horde schwerkrimineller Soziopathen leitet. Leider haben sie die Rechnung nicht mit Poe gemacht, der der Gang die Flucht mit allen fähigen Mitteln vereiteln will, um auch wieder seine Familie in die Arme fallen zu können.

Simon West bietet hier allerlei Cast Potential auf, die den Bruckheimertypischen Stil aufpoliert. Explosionen en masse, Krawall-Action, alles in Videoclipästhetik gehalten und rasant geschnitten, machen den furiosen Knaller zu einem Hochglanz-Popcorner.

Das Figurenschema hält sich für das 80er und 90er Jahre gemässe Actionkino ganz klar an das Gut-Böse Schema und thematisiert die gängige One-Man Action Armee Show. Dabei unterhält "Con Air" ganz spannend mit diversen Wendungsmanöver und der doch so unterschiedlichen Charakterzeichnungen. Nicht zuletzt Nicolas Cage als Held und John Malkovich als Antagonist ist es zu verdanken, das diese wendungsreiche Chose funktioniert. Das unterlegt mit einem knalligem Score und einer dicken Prise Sarkasmus peppt den Streifen extra auf und macht ihn zu einem Erlebnis, wie wir es schon aus Filmen wie "Die Hard" und Konsorten kennen.

Für die weichen Momente durfte auch LeAnn Rimes ihren zuckersüssen Hit "How Do I Live" trällern und die weiblichen Zuschauer etwas verzücken.

Schon die Auswahl der Besetzung hats faustdick hinter den Löffeln: Neben Cage und Malkovich agieren John Cusack, Monica Potter, sowie als Superschurken Ving Rhames, "Scarface" Danny Trejo und nicht zu vergessen Steve Buscemi als übelst charismatischer Psychopath a la Hannibal Lecter.

"Con Air" rockt in allerlei Hinsicht und macht das Wohnzimmer zum Homekino. Unterhaltung ist bestens geboten; Bruckheimer gilt ja bereits als Gütesiegel und spricht seine Sprache; man kann hier auf keinen Fall irgendwas falsch machen.


Ist die FSK:16 Freigabe gerechtfertigt? Bedenkt man, das der Film vorher ab 18 Jahren freigegeben war und nun runtergestuft wurde; ist die Konsequenz nach erneuter Besichtigung logisch: Die visuelle Gewalt hält sich in Grenzen, wirkte sie vor einigen Jahren noch härter.

Details
Ähnliche Filme