John Connors crazy Cousin Recruiting
Mit den "Fluch der Karibik" ist er in die Popkultur eingegangen, mit "The Ring" hat er eines der besten US-Horrorremakes aller Zeiten abgeliefert, mit "Rango" einen ultracoolen Animationswestern und selbst sein letztes Werk, "A Cure For Wellness", hat zwar keinen Erfolg gehabt, aber lieferte durchaus Spannendes und mittlerweile fast schon Geheimtippiges. Gore Verbinski ist definitiv einer der Guten. Nun ist er zurück wenn er am meisten gebraucht wird und sagt der künstlichen Intelligenz den Kampf an, wenn ein selbsternannter Rebell aus der Zukunft zu uns kommt und in einem Diner Mitstreiter im Kampf gegen eine fiese digitale, alles verschlingende Instanz sucht...
Verspielter war Verbinski nie
"Good Luck, Have Fun, Don't Die" ist mindestens genauso quirlig und kreativ wie sein Titel verheißt und Verbinski fischt hier ungeniert irgendwo im genialen Niemandsland zwischen James Cameron und Terry Gilliam - mit seinen eigenen, etwas creepy und nie berechenbaren Ideen. I love this movie, ich kann's nicht anders sagen! Wir wollen doch immer neue, kreative, originale und andersartige Stoffe - das hier ist eine von diesen dringend benötigten Adrenalinspritzen direkt in unsere Venen! Das hat genau die richtige Balance aus Grusel, Humor und Eigenständigkeit, aus Retro und Zukunft, aus Satire und Warnschuss, aus Wut und Augenzwinkern. Und ich hatte keine Minute dabei Leerlauf. Schön, dass mit Rockwell, Beetz, Pena und Co. auch mal Leute eher aus der zweiten Rolle erste Geigen spielen dürfen. So eine K.I. hat man definitiv noch nicht erlebt. Es gibt Referenzen von aktueller Popkultur sowie etlichen Horrorklassikern. Das ist ungeniert und pur Genre. Und das kommt genau richtig wenige Tage nachdem ich mich von Facebook abgemeldet habe. "Good Luck, Have Fun, Don't Die" ist genauso toxisch wie liebevoll, er hat wieder das Zeug zum Kultfilm, wenn er denn nicht zum verifizierten Kinohit aufsteigen sollte. Aber dafür ist er wohl zu bizarr, impulsiv, kindisch. Und genau das macht ihn stark. Vielleicht überstrapaziert er seine Masche für manche minimal über die ambitionierte Laufzeit. Aber auch das ist ja typisch Verbinski. Manche Ideen kennt man aus „Black Mirror“, manche Kritiken und „Anregungen“ sind etwas sehr on the nose. Aber insgesamt ist es ein kleines Wunder, dass es "Good Luck, Have Fun, Don't Die" gibt, eigentlich ein richtig gutes, hoffnungsvolles Zeichen. Oder eben die Ausnahme, die die Regel bestätigt...
Alexa: Spiel "Good Luck, Have Fun, Don't Die"
Fazit: Dafür braucht man nicht unbedingt Glück, man hat auf jeden Fall viel Spaß und das zuzugeben wird niemanden umbringen... Gore Verbinski ist genau richtig und genau pünktlich zurück, wie und wann man ihn am meisten braucht!