Hierbei handelt es sich um einen Film, bei dem man sich immer zwischen Ekel, Belustigung und Betroffenheit hin- und hergerissen fühlt.
Der Film handelt von einem Gruppe Frauen, die aus einem KZ in ein Anderes verlegt worden sind, bemerkenswerter Weise werden diese als Verbrecher, Huren und Kommunisten dargestellt, es wird von keiner Jüdin berichtet, obwohl die Juden ja bekanntlich die meisten Opfer nach dem Holocaust zu beklagen hatten.
Diese Frauen werden im KZ zu allen möglichen unmenschlichen Experimenten gezwungen, die meisten Dinge davon sind so auch tatsächlich im 3. Reich geschehen. Eine Insassin wird zur stellvertr. KZ- Ärztin ernannt, und muss die Experimente überwachen. Diese verliebt sich nun in den KZ-Arzt, der ein Jude ist und für die Nazis Experimente an Gefangenen machen muss.
So weit die grobe Rahmenhandlung.
Viel interessanter finde ich allesdings den Hintergrund und die Umsetztung dieses Machwerks. Dieser Film zielt auf die niedersten Instinkte des Menschen, nämlich Sex und Gewalt durch Macht, ab. Dies ist auch für einen Laien zu erkennen, dieser Film wurde nur zur Geldmacherei produziert. Es stellt sich allerdings die Frage, ob man mit einem solchen Thema wie dem Holocaust Geldmacherei betreiben sollte.
Es sind Elemente im Film zu finden, die das ganze ins lächerliche ziehen, so halten sich die SS-Offiziere z.B. einen geisteskranken Häftling, der Insassinnen vergewaltigt.
Dieser sieht allerdings viel mehr dämlich als gefährlich aus; so ein bisschen wie Onkel Fester von der Adams Family mit Skorbut. Auch ist es, zumindest für einen deutschen recht lustig, wenn SS-Offiziere mit einem italienischen Akzent " Arbeite, ihr Schweinhunde!" und ähnliche Plattitüden von sich geben.
Dies wäre alles nicht so schlimm, wenn der Film sich nicht mit einem so sensiblen Thema beschäftigen würde.
Für jeden Menschen,der unter den Nazis gelitten hat, ist dieser Film eine Beleidigung; Schwule werden zum Beispiel als strickende, weibische Tunten dargestellt, Juden kommen wie gesagt so gut wie garnicht vor ( ausser dem Arzt). Auch das grenzenlose ausweiten der Sex und Gewalt- Szenen tut sein übriges, so werden zum Beispiel Frauen gezwungen, tiefgefrorene Soldaten wieder "warmzurubbeln".
Man sollte bei all dem Trash aber trotzdem erwähnen, das dieser Film sehr hart und pervers ist, vor allem durch seine Nähe zu den wahren Ereignissen damals.
Es werden zum Ende hin zum Beispiel echte Bilder aus KZs gezeigt, auch kann man am Ende Steckbriefe echter, noch flüchtiger, Kriegsverbrecher begutachten, was dem ganzen, denke ich, noch einmal mehr Realitätsnähe geben sollte.
Als Fazit kann man sagen, das dieser Film Leuten, die auf politische Korrektheit achten, sehr sauer aufstossen wird,
dem Trash und Gewaltliebhaber allerdings kann man ihn auf jeden Fall empfehlen.
4 von 10 Punkten.