Review

Teilweise unfreiwillig echt zu lustiger Eastern, der ansonsten nichts Neues oder Aufregendes zeigt, und das Dargebrachte auch eher mit durchschnittlichem Talent und Begeisterung.
Das Budget wurde augenscheinlich auch nicht wirklich mit Spendierhosen gesegnet, insgesamt wurschtelt der Flick irgendwo bei "Kann man sehen, muss man nicht" herum, bei der Masse an Shaw - Filmen ein Todesurteil.
Die Geschichte geht um 2 Siegel, die unbedingt dem nächsten Thronfolger überbracht werden müssen. Als 2 Schwertmeister bei diesem Vorhaben schwer verletzt werden, geben sie die Aufgabe an ihre Zöglinge weiter, Fan Tian-hu [ Lo Lieh ] und seinen Bruder ? Tian-long [ Cheung Pooi-saan ], sowie die bezaubernde Hong-erh [ Shih Szu ].
Für die Prämisse braucht der Film schon gut ein Viertel der Laufzeit auf, dabei ist eigentlich in den ersten 2min bereits alles gesagt, aber naja. Und auch dann kommt der Film nicht vom Fleck bzw die beiden Brüder nicht, sowieso sind das die unheroischten Schwertkämpfer, die man finden konnte. Zwischen Streiterein, wer jetzt nun die Siegel nehmen soll und das Tappen in wirklich offensichtliche Fallen schaffen sie keinen Meter in Richtung des Thronfolger, sondern lassen sich erstmal direkt vor der Nase eines der Siegel entwenden. Ausserdem wurde zumindest einer von ihnen komplett fehlbesetzt, Cheung Pooi-saan passt nämlich weder optisch noch sonst irgendwie in die Rolle, heutzutage hätte man vielleicht einen dicken Nick Cheung gecastet, selbst der hätte mehr überzeugt. Lo Lieh auf der anderen Seite muss einen strohdummen und gleichzeitig egoistischen Typen abgeben, auch nicht gerade die beste Mischung. Ihr bevorzugter Kampfstil "Joint Hands Style" schaut dementsprechend aus, sie haken sich nämlich mit den Schwertern unter, wobei dass doch eher lächerlich herüberkommt und auch wenig wirksam erscheint. Dafür können sie aber auch ein Stückchen fliegen oder was noch besser ist: kreisförmig in der Luft rotieren.
Derart mit Kinkerlitzchen ausgestattet können natürlich auch nicht die Actionszenen überzeugen, die ansonsten recht fix und agil von Yuen Cheung Yan und Yuan Ta Yen gestaltet wurden, blutmässig auch nicht ohne sind.
Die Schauplätze sind knapp und eher dürftig ausgestattet angesichts des sonstigen Übermasses, Tempo kommt nicht wirklich auf, und die fliegende Todeskralle vom Bad Guy rettet auch nur etwas.
Besser fährt der Film dafür eindeutig bei den 3 anwesenden Mädels, auch der Catfight zwischen 2 von ihnen ist eindeutig der Höhepunkt. Ausserdem zieht sich eine aus, was beim zu verführenden Tian-hu zu der Frage " Are you cold, Miss Fan ?" und ihrer berechtigten Antwort " Are you really that dumb ?" führt.
Schlauerweise hat Autor und Regisseur San Kong aber sein Heil in der Flucht gesucht, und den Film auf 80min begrenzt, so dass ein Ansehen nicht weht tut.

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