Eine Designerin kommt in einem historischen Gebäude in Los Angeles ums Leben. Ihre Schwester Liana glaubt jedoch nicht an einen Unfall. Bei ihren Nachforschungen findet sie heraus, dass das Haus früher eine Fabrik für Modepuppen war. Sie wurde geschlossen, nachdem ein Serienmörder hier brutal gemordet hat. Und der Geist des Killers lebt offenbar in den Puppen weiter. Liana und ihre Freunde hat er sich bereits als nächste Opfer ausgesucht.
Hört sich ziemlich bekloppt an? Ist aber gar nicht so schräg, wie es zunächst den Anschein hat. Die einleitende Sequenz ist klasse gefilmt. Dort sieht man, was in der Vergangenheit mit den Models passiert ist – und das in stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Bildern.
Danach springt der Film in die Gegenwart – und leider wird MANNEQUIN in der Mitte ein wenig geschwätzig. Statt Horrorszenen bekommt man jede Menge Freundinnen-Gequatsche serviert, obwohl man eigentlich lieber etwas mehr Grusel hätte.
Das bessert sich im letzten Abschnitt wieder, wenn die Auflösung präsentiert wird, die gar nicht mal so blöd ist. Dazu gesellt sich ein wirklich gelungener und stimmiger Abschluss.
Die Darstellerinnen sind eher so lala. Das Dickerchen, das die Hauptrolle spielt, bleibt etwas blass, und auch die anderen Herrschaften bekleckern sich nicht gerade mit Ruhm. Allerdings sind einige Einfälle, die über den Film verstreut sind, wirklich gelungen – und diese Puppe ist tatsächlich ganz schön gruselig.
Insgesamt hätte man aus diesem Film deutlich mehr herausholen können. Mit mehr Horrorszenen und weniger „Du bist meine beste Freundin“-Gequatsche wäre hier einiges möglich gewesen. Gerade die Szenen mit der Nähmaschine (mehr kann ich nicht verraten) sind durchaus spooky und hätten definitiv mehr Screentime verdient.
Fazit: Netter Film – kann man mal schauen. Aber hier wäre deutlich mehr drin gewesen.