Dek ist ein Alien vom Planeten Yautja Prime und gilt unter Seinesgleichen als schwach und unwürdig. Aus diesem Grund soll er von seinem größeren Bruder Kwei auch getötet werden, doch Kwei verhilft Dek zur Flucht mittels seines auf Autopilot laufenden Raumschiffes. Dieses hat eine Bruchlandung auf Genna, wo er auf Thia trifft, einer beschädigten Androidin aus dem Weyland-Konzern. Zwischen den beiden entwickelt sich eine seltsame Zwangspartnerschaft, die schließlich in Freundschaft mündet, als beide zusammen gegen die mechanischen Weyland-Schergen ins Feld ziehen müssen, die ihnen als Leder wollen…
Dan Trachtenberg setzt seine Erneuerung des „Predator“-Franchise konsequent fort, zaubert mit „Badlands“ eine weitere Episode des Yautja-Universums aus dem Hut und verknüpft das alles mit einem sattsam bekannten Ein-Mann-Armee-Szenario, bei dem neben einigen wenigen eher bemüht wirkenden Witzen das Maschinenöl der niedergerungenen gegnerischen Cyborgs bierernst und literweise in bester Splatter-Manier spritzt – ein Kniff, der „Predator: Badlands“ zwar das in Fankreisen verhasste PG-13-Branding verpasste, dennoch keineswegs weniger hart wirkt als mit dem üblichen roten Nass. Schön, dass Dan Trachtenberg nach dem Animationsfilm-Einstieg in die Filmreihe nunmehr auch wieder ganz andere Wege ging und konsequent im Vorfeld auf die Jugendfreigabe hinarbeitete, um somit nicht nur für Überraschung zu sorgen, sondern auch den Beweis anzutreten, dass PG-13 eben mal ganz anders sein kann. So richtig eingefleischte „Predator“-Puristen mögen sich da die Haare raufen und gerade auch die Vermenschlichung der Yautja-Aliens inklusive des Rollentauschs vom Monster zum Titelhelden verfluchen, doch mit der Trachtenbergschen Trilogie hat man dermaßen viele Türen für mögliche Fortführungen aufgestoßen, dass da schon so mancher Produzent die Dollar-Hände reibt. Aufpassen sollte man nur, dass der gute Dek in der angedeuteten Fortsetzung nicht zum Schoßhündchen des Genres wird und man unbedingt das mit „Badlands“ angesteuerte Level von sehenswerten CGI-Welten und harten Fights beibehält. Bildformat: 2,39:1. Mit Elle Fanning, Dimitrius Schuster-Koloamatangi, Ravi Narayan, Mike Homik u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin