Eine Bohrinsel der Firma Aegis Oil steht in Flammen und bedroht die Umwelt Alaskas. Feuerwehrmann Taft (Seagal) findet heraus, dass sein Boss Jennings (Michael Caine) beim Bau geschlampt hat. Da Jennings trotzdem versucht, die Bohrinsel pünktlich in Betrieb zu nehmen und dafür auch vor Mord nicht zurück schreckt, sieht sich Taft zum Handeln gezwungen ...
Um Steven Seagal zu einer Mitwirkung bei "Alarmstufe: Rot 2" zu überreden, wurde ihm seine erste und bisher einzige Regiearbeit mit Mammutbudget bewilligt. 50 Millionen Dollar standen Seagal zur Verfügung und zu meiner Verwunderung sieht man das Geld in fast jeder Einstellung dieses Ökothrillers.
"Auf brennendem Eis" wurde von den Kritikern gehasst. Ein hoher Bodycount für die gute Ökosache ist ja nun auch nicht unbedingt vertretbar, dafür aber äußerst spektakulär und spannend!
An der Kinokasse ging Seagals Regiedebüt gnadenlos unter - genauso wie seine anderen Versuche Action und die liebe Natur miteinander zu verbinden. Bei "Fire Down Below" (1997) sah es finanziell ähnlich düster aus und "The Patriot" (1998) wurde gleich auf Videokassette verbannt.
Trotzdem stellt "Auf brennendem Eis" einen Actionhöhepunkt in Seagals Filmographie dar. Die ausgewogene Mischung von blutigen Shootouts, ultraharten Fights und dicken Explosionen überzeugt von Beginn an. Es ist schon fast ein Wunder, dass der Film in seiner ungekürzten Fassung damals eine Indizierung umgehen konnte! Die wenigen Schwachstellen - zum Beispiel Seagals schon gedrosselte, aber immer noch überlange Moralpredigt zum Schluss - werden durch die perfekte Action und dem grandiosen Michael Caine locker ausgeglichen. Zudem serviert Kameramann Ric Waite tolle Landschaftsaufnahmen von Alaska.
Fazit:
Ein absoluter Kracher mit Seagal in Bestform. "Auf brennendem Eis" ist der aufwändigste und actiontechnisch abwechslungsreichste Film des früheren Aikido-Meisters. 9/10 Punkten.