Alaska: Forrest Taft (Steven Seagal) arbeitet für eine Ölgesellschaft, bis er herausfindet, dass diese nicht mit ökologisch einwandfreien Mitteln arbeitet. Wenn der neue Bohrturm nicht bis zu einem bestimmten Datum steht, verfällt das Baurecht und der Grund geht zurück an die Ur-Einwohner. Um den Termin einhalten zu können, werden beim Bau minderwertige und defekte Einzelteile verwendet, welche die Naturkatastrophe vorprogrammieren. Da Forrest diese betriebsinternen Geheimnisse kennt, will ihn der Konzern unter der Führung des schmierigen Lappens Jennings (Michael Caine, „Alfred“ in Nolans BATMAN-Filmen) mit allen Mitteln beseitigen. Doch sie haben ihre Rechnung ohne „Casey Ryback“, den Karate-Koch aus ALARMSTUFE: ROT gemacht…
AUF BRENNENDEM EIS war die erste und bislang einzige Regiearbeit des fetten Samoaners Steven Seagul. Michael Caine, der hier schleimige, schwarze Pomade im Haar hat, kam während der Dreharbeiten nicht allzu gut mit Seagal klar. Als geldgieriger Ölbaron macht er trotzdem eine souverän-hassenswerte Figur. Ihm zur Seite stehen Auftragskiller wie „Dr. Cox“ aus SCRUBS (John C. McGinley) und der Brüllaffen-Sergeant aus FULL METAL JACKET (R. Lee Ermey).
Gegen die Kampfkünste von Seagal haben sie natürlich keine Chance. Dieser verprügelt in einer Bar prollige Ölarbeiter, die ihn „Zuckerpüppi“ nennen, um sie vor versammelter Mannschaft zu zwingen, bessere Menschen zu werden. Er bastelt Schalldämpfer aus leeren Plastikflaschen (Oh mein Gott, wenn das alle Flaschensammler täten…!) und lockt Gegner überaus tricky mit dem Lockruf „Kannst du mal kurz herkommen“ an. Er spielt das alte „Cool Guys Don’t Look At Explosions“-Spiel. Ansonsten reitet er hoch zu Ross durch die Gegend und trägt eine flotte Wildlederjacke mit Fransen. Ein waschechter Inuit der Klopskerl! Sein Alleingang kommt aber nur einem schwachen „Rambo“-Abklatsch gleich. Wer auf die gute, alte Handarbeit der 80er/90er-Jahre-Actionfilme steht, wird dem Machwerk dennoch etwas abgewinnen können und das trotz hohem Dämlichkeitsfaktors.
„Schießen Sie! Erschießen Sie mich doch! Aber dazu haben Sie nicht den Mut, verdammt!“
– „Ich will meine Kugel nicht schmutzig machen.“
Fazit:
Seagal goes „Texas Ranger“ – Pseudomoralischer Öko-Actioner. Im Vergleich aber tatsächlich einer von Seagals Besseren.