Review

,, Auf brennendem Eis“ (1994) ist auch bis heute noch die einzige Regiearbeit von Steven Seagal, und bei diesem Film hat er seine Sache äußerst gut gemacht. Der Film trumpft in erster Linie mal mit tollen Landschaftsaufnahmen in Wäldern und schneebedeckten Gebirgsgebieten. Auch in Sachen Pyrotechnik (vor allem beim Showdown!) macht der Film klasse Arbeit. Die Eskimos und Ureinwohner werden ziemlich in den Vordergrund gestellt, was meiner Meinung nach auch sehr wichtig ist, da es um ihre Rechte geht, die der Ölkonzern ignoriert. Als Forrest Taft (Steven Seagal) davon Wind bekommt, stellt er sich sofort auf die Seite der Benachteiligten und Hilflosen und rüstet sich für den Rachefeldzug und dieser wird das Ende für den Ölkonzern Aegis Oil herbeirufen. ,, Auf brennendem Eis“ bringt die Ökobotschaft gut rüber, da er auch über sterbende Tiere und Umweltverschmutzung dokumentiert.

Was brutale Szenen angeht, bietet der Film die ein oder andere, aber nicht wirklich viele. Lediglich der Showdown ist hammerhart und deshalb geht die 18er-Freigabe schon in Ordnung. Man sieht zum Beispiel wie Seagal einem ein Messer tief ins Auge sticht und anschließend den herausragenden Griff gegen die Wand schlägt, so dass die Klinge aus dem Hinterkopf herauskommt. Oder wie einem bei einer Bombenfalle im Wald der Körper extrem blutig zerfetzt wird. Diese beiden Szenen sind in diesem Film meine Favoriten. Hinzu kommen noch einige sehr blutige Shoot-Outs, bei denen man wirklich nicht meckern kann. Doch vor dem Showdown erfreut man sich vor allem an den wunderbaren Landschafts- und Naturaufnahmen und wird nur mit wenigen Gewaltszenen konfrontiert.
Mir ist es schleierhaft, wieso die 16er-Fassung so viele Kürzungen aufweist, man hätte dort wesentlich mehr lassen können.

Fazit: ,, Auf brennendem Eis“ zeigt, dass Seagal sich in der Regiearbeit allemal sehen lassen kann. Hoffentlich bleibt es nicht sein einziger selbstinszenierter Film.

Er kämpft um den Schutz Alaskas und seiner Ureinwohner. Und nichts kann ihn aufhalten.

8/10 Punkte, da mir die Brutalität den ganzen Film über vor dem Showdown doch ziemlich fehlt. Doch nichtsdestotrotz ein klasse Film.

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