Review

Serial Mom - ein Film, den wir gerne als großartig überzogene Komödie im Hinterkopf behalten haben. Mit einer Kathleen Turner, die nicht besser hätte besetzt sein können. Eine Geschichte über eine wahnsinnige und kaltblütige Killerin.
Und so sieht man sich den Film nach langen Jahren wieder an und stellt fest: daß die Erinnerung einem manchmal einen Streich spielt.
Nachdem wir herzlich über die einleitenden Sätze lachen durften, die uns vermitteln, daß der Film auf einer Wahren begebenheit beruht, setzt die Handlung unvermittelt ein und konfrontiert den Zuschauer mit einer Serienmörderin, die sich bereits im Endstadium ihrer Charakterentwicklung befindet. Der Autor verschwendet keine Zeit damit zu erzählen, wie unsere MOM sich zu dem Monster entwickelt hat, das sie plötzlich ist. Aber diesen Anspruch verfolgt der Film auch nicht. Statt sich entwickelnde Charaktere zu zeigen, sehen wir eine Momentaufnahme. Ein Szenario das schnell und kurz erzählt wird.
Seine Stärken findet der Film in kitschigen Szenenwechseln mit verwaschenen Rändern und einer so gnadenlos perfekten Kathleen Turner, die nicht nur optisch sondern auch schauspielerisch so übermäßig brilliert, daß kein anderer Darsteller nennenswert ins Auge fällt. Selbst der noch sehr junge Matthew Lillard fällt neben diesem Dominanzpacket nicht weiter ins Auge.
Unterm Strich bleibt eine kurzweilige Geschichte, die nur selten echte Lacher parat hält die nicht nur lächerlicher Teene Humor sind. Ist man aus dem Alter heraus, verliert sich der Spaß an diesem Film leider viel zu schnell.

Mit Vorsicht zu genießen.

6 Punkte aber nur wegen der Hauptdarstellerin

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