Die beiden Detectives Roger Mortis (Treat Williams) und Doug Bigelow (Joe Piscopo) sind für ihre ruppigen Methoden bekannt. Diesmal vereiteln sie den Überfall auf einen Juwelier, doch Überraschung, die Täter waren vorher schon tot. Die erste Spür führt zu einer Chemiefirma, wo Mortis in einer Dekompressionskammer stirbt. Doch Doug und Dr. Rebecca Smythers (Clare Kirkconnell) können ihn mit Hilfe einer seltsamen Maschine ins Leben zurückrufen. Einziges Problem, sein Körper beginnt langsam zu zerfallen, Mortis bleibt also nicht viel Zeit um seinen Mörder zu schnappen. Sie erhoffen sich Hilfe bei der Pressesprecherin der Firma, Randi James (Lindsay Frost). Doch leider wird auch kurz darauf Doug von den unbekannten Schergen getötet. Mortis steht nun alleine da und die Zeit rennt ihm davon.
Regisseur Mark Goldblatt drehte ein Jahr später mit Dolph Lundgren "The Punisher". Mit "Dead Heat" machte er sich schon mal warm, Terry Blacks (Tales from the Crypt) Story ist tatsächlich erfrischend anders, leider viel zu krude und durch die Logiklöcher könnten zehn Zombies durchlaufen. Aber die Grundidee an sich ist nett, eine Mischung aus Buddy-Action und Zombiekomödie. Aber die Erklärungsnot stört schon gewaltig, ausserdem finden fast alle sympatischen Figuren während des kurzen Films den Tod. Und nicht Jeder wird reanimiert, daher funktioniert das Ende nicht wie gewollt. Goldblatt will auf der einen Seite Dramatik erzeugen, doch in der nächsten Szene setzt er schon wieder auf Brachialhumor. Das verträgt sich im Finale überhaupt nicht und verfehlt somit völlig die Wirkung.
Aber wer mit offenen Fragen und Logiklücken leben kann, der wird sich bei diesem 80minütigen Actionfilm prächtig amüsieren. Das Tempo kann Goldblatt aufgrund der kurzen Laufzeit recht hoch halten, die eigentlich unnötigen Ermitllungen fungieren nur seltenst als Bremsklötze. Schon im Auftakt darf es ordentlich krachen, wenn die beiden untoten Bankräuber ein halbes Dutzend Polizisten erschießen, um schließlich in die Luft gesprengt und überfahren zu werden. Es folgt eine nette Keilerei mit einem verunstalteten Zombierocker, ein Überfall auf Randi James Haus und auch der Showdown bietet noch ordentliche Action. Goldblatt setzt dabei auf ein paar Brutalitäten wie blutige Einschüsse, auch darf ein Zombie mal aufgespießt werden, doch ernst nehmen kann man das nie. Das Make up kann sich dabei immer sehen lassen. Die Zombies sehen zwar nicht furchteinflößend aus, sind aber immer enstellt und ein wenig Ekel soll die Massenanimation der Tiere im Chinarestaurant bringen. Es ist ganz witzig anzusehen, wenn ein schon halb gegrilltes Schwein auf Doug losgeht, die geköpften Enten anfangen zu schnattern und wenn ein schon ausgeweideter Bulle aus dem Kühlhaus brescht. Aber wie schon erwähnt, muss man als Zuschauer für diesen Brachialhumor zugänglich sein.
Beschweren mag man sich auch nicht über die Darsteller. Treat Williams und Joe Piscopo geben ein witziges Buddy-Team ab, obwohl ihre Onliner schon ein wenig altbacken daher kommen. Vincent Price hat eine Minirolle.
"Dead Heat" bietet kurzweilige Actionunterhaltung ohne richtige Höhepunkte. Der Plot ist löchrig wie ein schweizer Käse, der Humor funktioniert nicht immer. Aber Goldblatt inszeniert mit ordentlich Tempo, die Actioneinlagen sind gut gemacht, sowie das Make up. Ein spassiges Filmchen das durchweg gut unterhält, aber auch nicht viel mehr.