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80´s Buddy-Cop-Movie trifft auf Zombiekomödie mit ordentlich Geschmodder. Klingt erstmal strange? Ist es auch, macht aber tatsächlich eine Menge Spaß. Treat Williams (für „Hair" immerhin mal für den Golden Globe nominiert) und Joe Piscopo (u.a. vier Jahre Mitglied von Saturday Night Live) geben das sprücheklopfende Cop-Duo, das mit möglichst unorthodoxen Methoden Fälle klärt. Soweit so altbekannt und typisch 80er Jahre und wenig aufregend. Spaßig wird es ab dem Moment, in dem Treat Williams, beim Versuch seinem Partner in einer von vielen durchaus blutigen Schießereien zu helfen, stirbt. Wenig später ist er wieder lebendig, bzw. kehrt als Zombie zurück und gemeinsam macht sich das Duo auf, um den fiesen Schurken (herrlich überzeichnet und mit krudem Plan) das Handwerk zu legen.

Der Film funktioniert erstaunlich gut, was insbesondere auch daran liegt, dass der Film sich keinen Moment Ruhe gönnt und durchweg kurzweilig daherkommt. Die Action ist dabei gut und rasant inszeniert, Einschüsse gibt es massig und diese werden mit reichlich Kunstblut garniert. Generell lässt es Regisseur Mark Goldblatt (der neben seinem hier vorliegenden Langfilm-Debüt auch den Lundgren Punisher inszeniert hat) nicht nur hinsichtlich der Actionszenen krachen - auch die FX-Crew hatte ordentlich was zu tun. Von skurril überzogenen Zombiemaskeneffekten bis zu zerfetzten Gesichtern und vielem mehr wird für Fans einiges geboten.

Treat Williams und Joe Piscopo haben sichtlich Spaß an dem kruden Genre-Mix. Zu sehen gibt es zudem die ein oder andere Überraschung im Cast: Horror-Legende Vincent Price ist ebenso vertreten wie Shane Black, der im Jahr zuvor mit seinem Drehbuch für Lethal Weapon und seinem Auftritt in Predator den Durchbruch schaffte.

Gefilmt ist das Ganze durchaus (für das, was der Film ist) qualitativ hochwertig und steht weder in Sachen Inszenierung noch bei den Effekten anderen 80s Buddy-Movies in etwas nach. Von daher klare Empfehlung für alle, die sich schon immer gefragt haben, warum es bei Lethal Weapon, Read Heat, Nur 48 Stunden, etc. keine Zombies gibt. Dead Heat macht Spaß, weiß zu jeder Zeit was er ist und wird leider gerne bei der Vielzahl an kultigen 80er Jahre Streifen vergessen. Schade eigentlich. (7/10)

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