Review

Um seine heruntergekommene Familie zu retten sieht Marquis de l'Esperance nur noch eine Möglichkeit: sein Sohn muss die junge Millionenerbin Lucy heiraten, die ihm seit seiner Kindheit versprochen ist. Während der Onkel des Marquise Schlimmstes befürchtet, hat die Versprochene feuchte Träume vom Sex mit einer Bestie. Danach ist der auch hinterrücks beschwänzte Bräutigam nicht mehr am Leben.
Walerian Borowczyks ("Unmoralische Geschichten" F 1974) Film zeigt "Die Schöne und das Biest" fern von jeglicher Disney-Idylle. Nach einem endlosen Vorgeplänkel über den Sinn und Unsinn der arrangierten Ehe, sind es die Sexphantasien der jungen Braut, die sich letztendlich beim (geträumten - oder doch nicht?) heftigen Liebesspiel mit der Bestie entladen. Der Kultcharakter des Films mag in dem Sodomieaspekt begründet sein und ich kann dem Film eine gewisse Einzigartigkeit nicht bestreiten. Aber es ist eine widerwärtige. Zu all der Langeweile, die mit den Sexszenen des schwarzen Butlers gewürzt sind, der wegen des wiederholten Rufs seines Chefs im unpassensten Moment nie zum Schuss kommt (die zweifellos besten, weil komischsten Momente des Films), gibt´s noch einen Punkt Abzug für die ekelhaften korpulierenden Pferde zu Beginn des Films. Die werden von Lucy leidenschaftlich fotografiert - und der Zuschauer ahnt, was ihn noch erwartet. (4/10)

Details
Ähnliche Filme