Review

iHaveCNit: The Running Man (2025) – Edgar Wright – Paramount

Deutscher Kinostart: 13.11.2025

gesehen am 18.11.2025 in Dolby Atmos

Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 14, Platz 27 – 20:15 Uhr

Für Ben Richards läuft es nicht gut. In einer finanziellen Misere kann er sich die wichtigen Medikamente und Behandlungen für die kranke Tochter nicht leisten und auch beruflich findet er gerade keinen Job. In seiner Verweiflung sieht er eine Teilnahme an der tödlichen Gameshow „The Running Man“ als letzten Ausweg, denn dort bekommt er für eine erfolgreiche Teilnahme genug finanzielle Mittel als Preisgeld. Das einzige Problem dabei – niemand war bisher erfolgreich, einem Team aus Profikillern mehr als 30 Tage zu entkommen und auch das Team der Produzenten rund um Dan Kilian ist wenig daran interessiert, dass jemand die Show gewinnt.

Stephen Kings Roman „Menschenjagd“ beziehungsweise „The Running Man“ habe ich zwar bisher noch nicht gelesen, aber die Verfilmung als 80er-Jahre-Arnold-Schwarzenegger-Action-Trash von Paul Michael Glaser aus 1987 ist mir durchaus bekannt. Dementsprechend war ich mal gespannt, wie ein Regisseur wie Edgar Wright mit einem Glen Powell in der Hauptrolle hier eine Neuverfilmung umsetzt. Während es im Arnie-Klassiker nur 3 Stunden Spielzeit im Überlebenskampf in Arenen sind, hat man sich in Wrights Film scheinbar ein wenig mehr an die literarische Vorlage gehalten. Die Essenz eines Filmes, der gesellschaftskritisch ein totalitäres Regime aufzeigt, bei dem die Menge aus der „Arbeiterklasse“ durch Brot und Spiele bei Laune gehalten und mit einem nicht erfüllbaren liberalen Aufstiegs- und Gewinnversprechen gelockt und manipuliert werden ist sowohl bei beiden Filmen klar erkennbar und eigentlich auch am Puls der Zeit in diesem Film, der neben Gesellschaftskritik und Mediensatire auch Science-Fiction und Actionthriller zu bieten hat. Da stellt sich für mich die Frage, ob ein Edgar Wright, der bisher in seinen Filmen eigentlich ein Spezialist fürs perfekt getimte audiovisuelle Erzählen ist – egal ob er sich im Bereich Horror, Action, Science-Fiction, Liebe und Komödie bewegt und dabei auch popkulturelle Referenzen und Anspielungen zu bieten hat, der passende Regisseur für einen Film wie „The Running Man“ ist, wenn sein Stil nur sehr spärlich im Film präsent ist und die nicht immer aus einem Guss wirkende Tonalität die Ernsthaftigkeit des Themas und Films bricht. Dennoch hat mir Wrights Verfilmung gut gefallen weil sie erfrischend anders wirkt als die 80er-Jahre-Arnold-Schwarzenegger-Action-Trash-Verfilmung – auch wenn die optimale Verfilmung eines Projekts wie „The Running Man“ damit noch nicht erreicht worden ist.

„The Running Man“ - My First Look – 8/10 Punkte




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