Review

vHier hieß es die vorherige Verfilmung gedanklich außer Acht zu lassen - Arnie ist unantastbar und sein "Running Man" steht für sich. Ja, die Figurenzeichnung war 1987 fern der Buchvorlage, aber ehrlich, ein Glenn Powell ist das nicht minder. Dazu einige mir befremdliche aktuelle Sehgewohnheiten, die angesprochen werden sollen, oder vielleicht müssen. Ein Pessimismus, der aber von Unterhaltungswert geschluckt wird, die Gesellschaftskritik, die auch schon zum vorbeilaufenden Konsumgut geworden ist, der Unsympath als Held, weil das draußen nur noch solche Soziopathen unterwegs sind, die interracial-couple-Selbstverständlichkeit und so weiter. Dabei ist “Running Man” 2025 hinsichtlich Medien- und Sozial-Missbilligung durchaus ambitioniert, verliert sich aber in seinem unernsten Ton. Powell ist ein kleiner Schalk, alle Charaktere generell fern der Realität, für eine ernstzunehmende Dystopie ist das alles zu überdreht comichaft. Der großartige Richard Dawson aus der 1987er Version wird rollenmäßig geteilt, ohne im Ansatz an die verachtenswerte Kraft des Originals zu kommen. Die Colored-Variante, die einzige derartige auf der Seite des Bösen im ganzen Film, ist natürlich der Einzige von jener, der am Ende Moral zeigt. Hier offenbart sich mal wieder die fragwürdige Ideologie im aktuellen Hollywood. Nein danke, den Schwachsinn nehme ich mir nicht an, auch wenn ich die Märchen 1000x sehe. 

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