Ein Mann dreißig Tage auf der Flucht…04.02.2026
Der Rahmen
Läuft alles nicht so gut für Ben Richards, der sich in einer nahen Zukunft mehr recht als schlecht durchschlägt. Als seine Tochter krank wird, dringend teuer Medikamente benötigt, verdingt er sich bei einem Fernsehsender als Kandidat. Doch statt der einfachen Rateshow landet Ben bei der Show Running Man ( die kennen wir aus dem nicht wirklich gelungenen Schwarzenegger-Vehikel von 1987, wiewohl ich mit meiner negativen Kritik zu diesem Film recht alleine dastehe…), Ben muß hier dreißig Tage überstehen, kann von jedem zur Strecke gebracht werden und muß obendrein noch jeden Tag ein Tape drehen und in einen Postkasten werfen. Das alles bei totaler Überwachung, also fast nicht machbar…aber Ben ist kein dummer, hat einen Plan, versteckt sich, bekommt Hilfe…und so geht es immer weiter, bis der Film in einem schwachen Finale an Bord eines Flugzeuges sein unerfreuliches Ende findet.
Gucken oder nicht?
Der Film ist leider nicht gelungen und darüber hinaus viel zu lang
Warum?
Ich falle nicht ein in den Chorus derer, die das Scheitern des Streifens am gehypten Regisseur Wright festmachen. Mir haben die ersten Neunzig Minuten gut gefallen, auch wenn ich das Gesicht von Glen Powell in der Hauptrolle recht überschätzt finde. Man gibt sich aber Mühe bei der Erklärung des Weltgeschehens, nimmt sich Zeit bei der Etablierung der Hauptfigur, sodaß, wenn die Jagd beginnt, man durchaus mitfiebert. So geht das eine Weile, gespickt mit ein paar Actionszenen, doch dann kommt es zum Bruch. Ben tauch aus dem Nichts an der kanadischen Grenze auf, holt sich durch Kidnapping Hilfe…und ab da taumelt der Film ohne wirklichen Sinn seinem viel zu späten Ende entgegen. Es nützt dabei auch nicht, daß die Action durchaus recht hart ist, wenngleich hektisch geschnitten…der Film verliert einfach seine Geschichte aus den Augen. Personell ist Brolin als fieser Sack fein besetzt, William Macy verschenkt und Powell zu einseitig im Aggro-Modus…auch da hätte ein klein wenig mehr Feingefühl seitens der Darstellerführung Wunder bewirkt. Kurzum: ein weiteres Remake, das die Welt nicht braucht ( zumal das Original auch ein rechter Käse war ).
Die Note
Man gibt sich am Anfang Mühe, inszeniert die ersten Teile der Menschenjagd ordentlich, beginnt sich dann zu wiederholen und findet keinen passenden Schluß. So sind die ersten 70 Minuten wirklich ordentlich und reichen für neun Punkte, der Rest aber zieht den Film auf 5 Punkte runter, und so gibt es als Mix der beiden Teile noch knappe 7/10.