Ein Trek mit Siedlern gerät in ein Gebiet, in dem Indianer auf Rache aus sind und alle Weißen zu töten versuchen. Ein Drifter, ein Indianeragent und der Trek-Führer versuchen die Siedler zu beschützen. Doch da ist auch eine Bande Gesetzloser und in Fort Utah geht auch etwas nicht mit rechten Dingen zu.
Robert Strauss war oscarnominiert für seine Darstellung in Stalag 17 von Billy Wilder an der Seite von William Holden. Er spielte mit Marilyn Monroe, Grace Kelly, Dean Martin und Jerry Lewis und drehte mit Regisseuren Otto Preminger und Robert Aldrich. Und doch habe ich den Mann nie bewusst wahrgenommen, daher freut es mich, dass ich heute an seinem Todestag auf diesen sehr unbekannten Western gestoßen bin, den ich sonst wohl nie geschaut hätte.
Mit über 100 Western in der Vita von Regisseur Lesley Selander kann man ihn wohl zweifelsfrei als Genre-Routinier bezeichnen. Und das merkt man seinem vorletzten Western auch an. Das Budget war vermutlich recht überschaubar, einige Kulissen sind deutlich als solche zu erkennen, aber das empfinde ich oft (z. B. bei Hammer Filmen) als recht charmant.
Doch obwohl das alles recht einfach gehalten ist, wird hier eine Menge Action und Kurzweil geboten. Es gibt gefühlt Keilereien im Minutentakt und wenn nicht geprügelt wird, wird geschossen. Auf Indianer, auf Banditen, genug Gegner sind vorhanden. Die Dialoge bestehen zumeist aus Diskussionen, Anfeindungen oder Streit und führen meist zu eben jenen Keilereien. Die Action ist insgesamt gut platziert, so dass wahrlich keine Langeweile aufkommt. Und das Ende läuft dann doch ein bisschen anders ab, als man vielleicht erwartet hat.
Das Ensemble spielt solide. Virginia Mayo ist eine Augenweide, John Ireland eine Bank und Robert Strauss spielt hier den Indianeragenten mit der stoischen Ruhe und Gelassenheit des Alters. Wenn der Kopf denn auf einer Zeltstange landen soll, dann ist das eben so.
Was aber mal wieder ein Rätsel ist, ist der deutsche Titel. Ja, es gibt Gesetzlose, davon haben wir im Film aber deutlich mehr als drei und nur einen von echter Bedeutung. Der Drifte, der Indianeragent und der Trekführer sind zwar ein Dreiertrupp, nur sind grad die ben vieles, nur nicht gesetzlos. Was sich also der Verleih damals gedacht hat, sofern man überhaupt darüber nachgedacht hat, bleibt wohl ein Mysterium.
Feiner alter Western, der mit viel Bewegung, routinierter Inszenierung und guten Darsteller:innen unterhält. Von der Story sollte man aber nicht zu viel erwartet, die ist schlicht und simpel gestrickt. Kein Meisterwerk, aber nette Unterhaltung.
Bei WOW leider nur in Vollbild anstatt im originalen 2,35:1 Breitbild, was ich als cut werte.