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Was hat Jim Wynorski (Demolition High, Astral Factor) schon für einen Müll verzapft. Nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor. "Chopping Mall" ist mal wirklich eine putzige Idee. Trash der feinsten Sorte, wobei Produzent Roger Corman nicht fehlen darf. Sogar Barbara Crampton (Re-Animator, Castle Freak) konnte man als Darstellerin gewinnen. Ihre Kollegen sind aber eher unbekannt. Extra für den 73 minütigen Horrorfilm, wurden drei Roboter gebaut, ferngesteuert, mit einem (lauten) Motor versehen. Die Dinger sehen zwar nicht gruselig aus, haben jedoch ein hübsches Waffenarsenal zu bieten, welches sie dem Genre üblich an ein paar Teenagern ausprobieren dürfen.
Für Alison (Kelly Maroney) und ihre Freunde sollte es eine tolle Party werden. In einem großen Einkaufszentrum lassen sie es richtig krachen, ohne zu wissen, dass die drei Sicherheitsroboter ausser Kontrolle geraten sind. Bald gibt es das erste Opfer zu beklagen und dank des Computers ist man im Zentrum gefangen. Die Roboter dezimieren die kleine Gruppe gnadenlos. Verbarrikadieren nützt nichts, so muss man selbst zu schweren Geschützen greifen.

Wynorski greift eine Idee auf, die auch schon von vielen Forschern in Erwägung gezogen wurde. Immer mehr Menschen werden in der Arbeitswelt von Maschinen ersetzt, hier ist es der Wachmann. Gesteuert von einem Computer hat man einen Roboter pro Etage eingesetzt. Doch man kann ja nicht ahnen, dass der Blitz in die Elektrik einschlägt. So verwandeln sich die Blechwachmänner in brutale Killermaschinen. Wynorski lässt uns dann nicht lange zappeln. Die uninteressanten Charaktere gibt es im Schnelldurchlauf, sie haben gar keine Zeit dem Zuschauer mit ihrem Teeniegesabbel auf den Senkel zu gehen. Nach kürzester Zeit hat der Spuk begonnen. Bis zum Abspann kann Wynorski das hohe Tempo halten, während die Spannung allerhöchstens das durchschnittliche Niveau erreicht. Aber man hat keine Zeit sich zu langweilen, denn die drei Bots verfolgen die kleine Gruppe und gebrauchen ihr gesamtes Waffenarsenal. Ob Laser, Greifarm, Elektroschocker, Betäubungspfeile oder sogar Plastiksprengstoff. Dementsprechend werden die Opfer erschossen, mit Strom gebruzelt, bei lebendigem Leibe verbrannt, oder bekommen die Kehle aufgeschlitzt. Die Goreeinlagen sind von guter Qualität, aber auch nicht in großer Zahl vorhanden. Ein paar blutige Einschüsse, ein Kopfplatzer, nebst der lebendigen Fackel. Für die extrem kurze Laufzeit ist der Bodycount recht hoch und trotz des geringen Budgets darf eine Menge zu Bruch gehen. Einige Läden werden total zerstört, die Explosionen fallen stets zu schwach aus. Das kleine Budget ist aber besonders bei den Zerstörungen der Bots zu sehen.
Die Kulisse kann man kaum bemängeln, da in einem echten Einkaufscenter gedreht wurde.

Eine Non-Stop Hatz mit vereinzelten Goreeffekten, leider nur mäßig spannend. Einige Effekte wirken zu billig, die zu kleinen Explosionen lassen zu wünschen übrig. Dennoch ist der Unterhaltungswert hoch. Die Story bleibt überraschungsfrei, aber die Idee mit den Wachrobotern ist gut umgesetzt. Die Darsteller kann man auch lassen. "Chopping Mall" ist sehr unterhaltsamer Trash, der die Horrorgemeinde erfreuen dürfte.

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