kurz angerissen*
Beachtenswert: Dieser strikt nach Dezimationsprinzip vorgehende kleine B-Heuler entstand noch ein Jahr vor „RoboCop“. Mit seinen patrouillierenden Robotern auf Kettenantrieb, einer Mall als Schauplatz und vor allem der Tagline „Have A Nice Day“, die sich angesichts der Ereignisse zunehmend mit Ironie auflädt, hätte man glatt auf einen direkten Einfluss durch den Verhoeven-Kracher gewettet (es wird doch wohl hoffentlich nicht andersherum gewesen sein?).
Grundsätzlich ist „Chopping Mall“ begonnen beim albernen Titelwortspiel bis zur plastikartigen Optik der rollenden Maschinen ein typischer Wynorski und als solcher nichts weiter als ein stumpfer Genrebeitrag von vielen, der sich weder zum Zeitpunkt seiner Entstehung qualitativ besonders hervortat noch später sonderlich dazugewonnen hätte; es sind schließlich immer noch ein Haufen Dumpfbacken, die sich in einem Einkaufszentrum einschließen lassen und ausnahmsweise mal nicht von einem Serienkiller gejagt werden, sondern von einem Satz Schrauben. Die Reihenfolge des Ablebens ergibt sich zuverlässig aus dem IQ; insofern auch hier keine Überraschungen. Spezialeffekte finden in Form eingezeichneter Laser (eine Spezialität der 80er) und der ein oder anderen blutigeren Sequenz statt, wobei ein Kopf-ab-Moment fast schon wie ein einsames Highlight dasteht.
Sehenswert wird derartige Stangenware eigentlich nur durch das originelle Setting und kleine Gimmicks (ein Poster zu Wynorskis Debüt „The Lost Empire“ an der Wand, „Attack of The Crab Monsters“ läuft im TV), weniger durch die sich unbeholfen um die eigene Achse drehende Spielzeugartillerie. Denn wo das Herumgelümmel in den Shops des verlassenen Gebäudekomplexes durchaus ein Gefühl der Gemütlichkeit erzeugt (wenn schon keines der Beklemmung), mag man die Metallzwerge trotz ihrer leuchtenden roten Visiere nicht so recht ernst nehmen. Dadurch leidet die Spannung unter einem höheren Bodycount als der Satz Figuren, der sich ein herzhaftes „Hasta La Vista“ wahrhaftig doppelt und dreifach verdient hätte. Schade, dass man die Kegel immer nur einmal abräumen kann und dass am Ende einer stehen bleibt...
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