Inhalt:
China während der manchurischen Qing-Dynastie. Das Volk leidet unter dem Terror der mit den Qing kollaborierenden Bruderschaft der Wu Tang..., deren Chef ist der bärbeißige Abt (Kam Kong) dieser Bruderschaft..., ein Mann von dumpfer Grausamkeit.
3 junge Männer stellen sich gegen ihn und seine Schergen. Das sind der Drachen-Tänzer Luk Ah-Chai (John Liu) sowie die Brüder Fong Sai-Yuk (Meng Fei) und Hung Hei-Kwan (Li Chung-Chien).
Als Luk von den Wu Tang angegriffen wird, will Hitzkopf Hung diese Attacke rächen. Fong ist der Besonnenere der beiden..., und will nichts überstürzen. Doch kommt es zum Kampf..., Luk wird gefangen genommen, Fong und Hung können in die Berge entweichen. Dort wollen sie von ihrem Onkel Fong (Liu Ping), der dort mit ihrer Schwester Yung Chung (Angela Mao) lebt, im Crane-Style-KungFu unterrichtet werden....
Die beiden Brüder kehren mit Fong und Yung Chung in die Stadt zurück.
Der Onkel sucht gar die Verständigung mit dem Abt der Wu Tang-Bruderschaft..., doch dient dies nur als Ablenkung, Luk kann befreit werden. Doch kommt Onkel Fong zu Tode...!
Er kann den 3 Helden noch mitteilen, die Stile des Crane-KungFu mit denen des Monkey-, Leopard- und Snake-KungFu zu vermischen..., nur dann haben sie gegen die Wu Tang eine Chance!
Die 3 Helden intensivieren ihr Training..., doch hat der Wu Tang-Abt einen teuflischen Plan ausgeheckt:
Er setzt im Kampf gegen die 3 aufsässigen Rebellen 3 nahezu identische Doppelgänger ein...!
Erst nachdem diese besiegt sind, kann es mit dem Chef der Wu Tang zum mörderischen Show-Down kommen......
Fazit:
Also, ehrlich gesagt, hatte ich bei DIESER Besetzung: Meng Fei ("Die gnadenlosen 5"), Highkick-Legende John Liu und der Lady-Ikone des Genres, Angela Mao..., doch etwas mehr erwartet, als diesen einfach strukturierten und teilweise etwas chaotischen KungFu-Klopper von der Stange..., den Regisseur Law Chi (Lo Chie) im Jahre 1978 abkurbelte.
Sehr schnell steckt Law Chi ab, wer ist böse, wer ist gut..., und sucht jede Gelegenheit, die Protagonisten aufeinander einprügeln zu lassen. Man nehme mal so ratzfatz 3 junge Männer, stellt diese nicht groß vor, dann nehme man einen im Auftreten so dumpfen wie grobschlächtigen Villain wie ihn hier Kam Kong darstellt..., einer der Helden wird angegriffen, ein anderer sagt "Moment mal, so nicht!"..., und jede Gelegenheit wird dann ergriffen, loszuprügeln.
Leute..., genau diese Filme sind es doch, die das Genre in Verruf brachten! Damit das Ganze denn wenigsten noch einen Clou in der so einfachen wie wirren Storyline erhält, setzt Law Chi hier noch 3 Doppelgänger unserer Helden ein.
Das sorgt im Show-Down, in dem die 3 bzw. 6 denn gegeneinander antreten nicht nur bei den 3 wahren Helden für Verwirrung, sondern auch beim Betrachter..., die Dinge lösen sich durch die schwarzweiße Tätowierung des von den Wu Tang benutzten YingYang-Zeichens denn noch auf...., war letztendlich mal was anderes, na ja okay.
Letztendlich macht es aber noch ziemlich viel Spaß dem munteren Treiben zuzuschauen, blendet man mal die Besetzung aus..., und stellt sich auf einen Eastern aus dem B-Film-Friedhof ein. Ich will nicht direkt von Trash sprechen..., das ganze steht nur kurz davor. Es fehlt dem Film merkwürdiger Weise trotz des doch recht simplen Plots an einer richtigen Struktur...., Angriffe, Rückzüge, und etwas umständlich dehnt Law Chi das ganze denn noch auf 82 Minuten Laufzeit der mir vorliegenden Fassung.
Leute...., also anfangs dachte ich: Da ist man seit über 30 Jahren Eastern-Fan..., hat schon so manches gesehen, Gutes, Schlechtes..., ABER so einen einfachen Eastern habe ich ja noch nie gesehen. 3 Männer finden sich ratzfatz..., so jetzt machen wir die Bösen fertig..., und ein Scharmützel jagt das nächste..., wohl bis es zum Show-Down kommt. Wär ja auch in Ordnung gewesen, wenn es Law Chi denn auch so durchgezogen hätte, und das Können seiner Stars eben ausschließlich in den Vordergrund gestellt hätte....
Tja, aber dann sagte sich die Regie: Hm..., eine Fight-Collage reicht nicht..., was kann ich denn noch so als Clou für die Storyline einbauen. Und SO kam denn der Streifen leider von der Linie ab..., wurde dadurch umständlich und etwas chaotisch.
Es ist schwer zu umschreiben.
Was bleibt, sind die Stars -und da haben wir ja hier einiges- und die KungFu-Action..., wegen der man sich den Film eher angucken sollte.
Rasantes KungFu..., dynamisch..., und eine brachiale Geräuschkulisse sollte das ganze noch unterstreichen. Mit viel Tempo geht Law Chi die Action hier an..., die Action war für einen Eastern dieser Kategorie voll in Ordnung wie ich fand. Mehr kann man da nicht erwarten...., wenn man von einem B-Eastern ausgeht. Wenn man aber auf diese Besetzung schaut, musste man mehr erwarten...., das ist DAS Manko dieses Streifen, abgesehen von den strukturellen Mängeln.
John Liu wird klar unter seinen Möglichkeiten gehalten..., wo sind seine Highkicks? Wo ist seine legendäre Bein-Arbeit? Weitestgehend Fehlanzeige. Okay, er fightet dynamisch und hilft der Action so gut es geht..., nicht schlecht, ABER eben voll unter SEINEN Möglichkeiten.
Meng Fei...., also in seinem bekanntesten Streifen, dem Shaw-Kracher "Die gnadenlosen 5" ("Five shaolin masters", siehe mein Review auf dieser website), gefiel er mir weit besser. Auch er fightet nicht schlecht..., auch er bleibt aber leider unter seinen Möglichkeiten. Mit der Frisur soll er wohl Alexander Fu Sheng ähnlich sehen..., nützt leider aber auch nicht viel.
Wenn man von "unter den Möglichkeiten" hier spricht, trifft das aber insbesondere auf Angela Mao zu. Sie ist wohl nur Gast-Star dieses Streifens..., aber wenn man sie hier schon zur Verfügung hat... will man als Fan der Materie mehr sehen als ein paar kleine Kämpfe und dass sie relativ schnell in der Versenkung verschwindet. Klarer Minuspunkt.
"The invincible kung fu trio"..., kann man sich mal ansehen..., man sollte sich zurücklehnen, nicht zu viel erwarten..., und diesen KungFu-Klopper von der Stange schnell konsumieren, dann macht das ganze noch ziemlich Spaß. Der Streifen bleibt indes klar unter seinen Möglichkeiten, die die Besetzung geboten hätte. Mehr Struktur, wobei weniger vielleicht mehr gewesen wäre..., und ein Mehr an Fokussierung auf das wahre Können dieser Stars, hätten zu mehr als sehr, sehr knappen und wohlwollenden 5,5/10 Punkten in meiner Bewertung geführt....