Review

iHaveCNit: Rental Family (2026) – Hikari

Deutscher Kinostart: 08.01.2026

gesehen am 21.01.2026

Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema - Lumiere – Reihe 8, Platz 1 – 20:15 Uhr

Philip Vanderploeg ist ein in Japan lebender Schauspieler aus Amerika. Doch der Erfolg bleibt seit seinem Erfolg in einer Zahnpastawerbung aus. Bis er von einer Agentur angeworben wird, bei der den Kunden besondere Dienste angeboten werden und man spezielle Rollen im Leben von Familien und Personen einnehmen darf. Trotz Widerwillen nimmt er das Angebot an und vor allem die Aufträge als Journalist für einen japanischen Filmstar und als Vater für ein amerikanisch-japanisches Mädchen scheinen ihn sehr einzunehmen und ungeahnte Folgen zu haben.

„Rental Family“ ist ein durchaus interessanter Film geworden. Regisseurin Hikari hat für das Film die vor allem in Japan sehr bekannte Dienstleistung von Agenturen, bei der Personen die Rollen im Leben von Personen einnehmen zum Konzept genommen ein Wohlfühldrama zu inszenieren, dass vor allem ein Clash der Kulturen, ein Einblick in das Leben und Alltag Japans und der Gesellschaft ist und eine gewisse auch oberflächlich philosophische Sinnsuche zu bieten hat. Unabhängig davon, wie interessant diese Dienstleistung sein mag, so kritisch kann man ihr auch gegenüberstehen, weil unabhängig von den damit befriedigten Bedürfnissen und den erfüllten Zwecken für und von Menschen (zum Beispiel Einsamkeit oder auch im Fall des Filmes Eheschließungen für den bestimmten Schein), das in Rollen schlüpfen und das Vortäuschen falscher Tatsachen nicht nur rechtlich sondern auch im Bereich zwischenmenschlicher Verantwortung und Vertrauen kritisch zu sehen ist. Mit Blick auf den in den letzten Jahren durch Social Media und anderen Plattformen kreiierten parasozialen, auch monetär orientierten Beziehungen ist vor allem die Dienstleistung in Japan selbst ein sehr schmaler Grat. Wenn man jedoch das kritische Auge ausblendet ist der Film durchaus unterhaltsam und berührend geworden, erreicht jedoch für mich nicht die bodenständige, philosophische Tiefe und einen Einblick in das Leben Japans wie Wim Wenders „Perfect Days“. Da kann auch ein Brendan Fraser nichts ändern.

„Rental Family“ - My First Look – 7/10 Punkte




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