Review

Lieblose, fade Fortsetzung…01.03.2026

Der Rahmen

Läuft alles nicht so gut für die Morgans, da sich kurz vor Weihnachten wie aus dem Nichts ein Auftrag in London auftut, der dazu führt, daß die ganze Familie Weihnachten nicht zu Hause verbringen kann. Hach, die Familie…aber es kommt noch schlimmer, denn der Auftrag entpuppt sich als Falle, will doch der Halbbruder von Familienvater Dan Morgan Rache für sein eigenes mieses Leben, an dem natürlich Dan schuld ist. So soll nun dessen Familie leiden, aber da hat der Schurke die Rechnung mit der falschen Familie offen, denn obwohl es von London nach Paris geht und wir ein wenig mehr über den Hintergrund der Morgans erfahren, gelingt es dem Übelwicht nicht, das ganz arg wichtige Dingens in seine Hände zu bringen oder gar irgendwen umzubringen, denn die Familie hält zusammen, die Familie wächst über sich hinaus, jeder einzelne der Morgans hat besondere Fähigkeiten, sogar der Schwiegersohn in spe paßt in diese Familie, die sind alle so toll, meine Güte…da ist es doch egal, daß der Film so gar nichts zu erzählen hat, oder?
 
Gucken oder nicht?

Finger weg von diesem Apple-Dreck
 
Warum?

An sich mag ich Filme mit Mark Wahlberg, der Mann hat eine nette Mischung aus Actionheld und knuffigem Kumpel. Doch auch er ist alt geworden, seine Haare sitzen wie ein Toupet, und so richtig zulangen kann der Mann auch nicht mehr. Macht nix, darüber könnte man hinwegsehen, wenn das Drehbuch auch nur eine einzige interessante Volte an Bord hätte, aber genau das Drehbuch ist ein Totalausfall. Im Grunde singt man das ewige Hohelied auf die Kernzelle des amerikanischen Volkes, die Familie…und bastelt drumherum eine weitgehend sinnbefreite Jagd nach einem sinnlosen Gegenstand, der von einem aus dem Nichts herbeigezauberten Schurken unbedingt benötigt wird, natürlich für Geld und die Weltherrschaft. Auch darüber könnte man noch hinwegsehen, wenn es wenigstens ein paar gelungene Actionszenen gäbe, aber auch da: Fehlanzeige. Der ganze Film ist ein einziges, reines Kommerzprodukt, langweilig, oberflächlich und mit viel zu viel Familienpathos. Lediglich ein paar schöne Schauplätze und eine Sequenz über den Dächern von Paris sind noch positiv zu erwähnen, aber das hat Belmondo in Angst über der Stadt besser hinbekommen.

Die Note

Hier merkt man zu jeder Sekunde den reinen Willen, mit einer völlig überflüssigen Fortsetzung viel Geld abzugreifen, bei minimalem intellektuellem Input ( vieles wird mehrfach erklärt…), und am Ende schalten man erschöpft ab, wenn die ganze Familie beisammen sitz, da kommt ein Würgereiz hoch…ganz knappe 4/10.

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