Review

Barabaren waren in raren Scharen erfahren wie Zaren mit Haren aus Paaren von Fanfaren

Ich weiß, die Überschrift gibt keinen Sinn. Aber das passt ganz gut zu "Sorceress" aka "Die Mächte des Lichts", einem unterklassigen, weirden, aber meist unterhaltsamen und fast schon sympathisch dreist von allerlei Hits ("Star Wars", "Conan") klauenden Barbarentrashfest der New Order-Studios und frühen 80er, über zwei als Babies verstoßene, magische Kriegertöchter, die sich gegen ihren größenwahnsinnigen Vater und dessen Heerscharen bewehren und ihr Schicksal erfüllen müssen...

Seichte Sehenswürdigkeiten

Zwei pralle Heldinnen, eine minimale Story, viele Schauwerte und noch mehr dummes Zeug - "Sorceress" kann ich null böse sein. Will ich auch gar nicht. Er hat Spaß gemacht. Teils sogar mächtig. Er gehört zu den guten schlechten Filmen. Oft nicht über TV-Niveau a la "Xena". Dann aber doch blutig und nackig genug um auf dem nächsten Level frech mitzuspielen. Ein porentiefer Bierfilm. Eine Empfehlung für jede Herrenrunde, glasklar und geil. Köstliche Wesen, süße Action, karnevalske Kostüme, stupide Dialoge. Kindliche Unschuld gefühlt. Kindliche Neugier auch. Sehr viel, was man sich für den richtigen Anlass wünscht. Und die blonden Zwillinge im Fokus - bbababbbababa Boom! Da fängt man an zu sabbern und zu stottern. Von den Harris-Schwestern kriegt man(n) schwer genug. Dazu üble Perücken und fantastischer Unfug der positiven Form. "Sorceress" ist lobenswerter Quatsch. Ein fulminantes Fantasyfüllhorn wie eine filmische Entjungferung.

Instinktiver Irrsinn

Fazit: wenn man solche fantasievollen und teils völlig bizarren Barbarenbananen mag, dann ist "Sorceress" schon ein sexy Teil... ernst nehmen kann man das aber selbstredend zu keinem Zeitpunkt. Trotzdem ansehnlich. Nicht nur die beiden zeigefreudigen Bömbchen als Leading Ladies. Aber alleine wegen ihren vier überzeugenden Argumenten sicher keine vertane Zeit - manchmal ist man(n) leicht zu kriegen!

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