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Agent Jonathan Cross, genannt Jaguar, jagt Schurken eines Drogenkartells und sieht was von der Welt.
Der Plot ist ziemlich zusammengeklöppelt und holprig montiert. Gleichsam über weite Strecken repetitiv. Jaguar wird nach X geschickt, hat ein Gespräch oder klappert pflichtschuldig das sich vor Ort befindliche Szenario ab, erfährt einen Namen und einen weiteren Ort und schon versucht wieder jemand, ihn zu verdreschen. Dabei reist der Agent um die Welt, vermöbelt allerlei böse Buben und stolpert durch die Geschichte. Spannend ist das nicht und die finale Auflösung des Oberbosses dürfte kaum für eine hochgezogene Augenbraue reichen. Überhaupt leistet sich das Skript schon zu Beginn einen Megapatzer, denn das Publikum weiß im Gegensatz zur Hauptfigur, was Sache ist. Aber auch sonst ist die Schreibe nicht gerade mit durchgehend nachvollziehbarem Ablauf gesegnet. Ist aber irgendwann auch wurscht, wenn man schon wieder die nächste Ortseinblendung vorgesetzt bekommt.

Flankiert wird Hauptdarsteller Joe Lewis dabei von einem namhaften Ensemble. Passend zu dem hier versuchten Nachbau eines Agentenabenteuers finden sich allerlei Personen aus der Bond-Reihe wieder. Von Christopher Lee über Barbara Bach, Joseph Wiseman bis hin zu Donald Pleasance. Daneben wirkt Lewis wie eine darstellerische Dumpfbacke, frei von Ausstrahlung, aber immerhin mit Physis und Können im Verteilen von Handkanten versehen. Die Kampfszenen sind dann doch zahlreich, meist kurz, aber okay.

„Jaguar lebt“ wirkt wie eine angedachte Mischung aus James Bond Abenteuer und Martial Arts, in beiden Kategorien macht er aber nicht so richtig Laune. Dazu ist das zu grobschlächtig inszeniert, krankt an einem Flickenteppich als Plot und einem charismabefreiten Hauptdarsteller. Auch als launige B-Film-Sause macht das trotz des merklich angestrebten flotten Tempos keinen Spaß. Bleiben immerhin eine Reise um die Welt und einige bekannte Gesichter.

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