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kurz angerissen Aus einem traditionellen Weihnachtsfilm über ein Familienwochende im Elternhaus (tatsächlich sogar mit weihnachtlich wirkender Tapete und Küchenausstattung... hier hat das Produktionsdesign vielleicht dann doch ein wenig überzogen) wird ein Solo-Road-Movie. Dafür gibt’s einen Grund, und zwar mütterliche Unzufriedenheit über ein Problem, von dem sonst eher Fußballmillionäre berichten: Fehlende Wertschätzung. Michelle Pfeiffer ist der Motor einer Weihnachtskomödie, die es darauf anlegt, moderne Familienstrukturen zu demontieren und tief liegende Probleme offenzulegen. Die Wege, die das Drehbuch beschreitet, um das zu erreichen, sind aber selten zugänglich und zumeist eher peinlich als komisch. Und wenn man das Gefühl hat, das Komödiantische stehe der Message fast eher im Weg als sie zu unterstützen, dann ist der besinnliche Grundgedanke schnell dahin.
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Es ist natürlich ehrenhaft, endlich mal einen Weihnachtsfilm über die Person zu machen, die das ganze Fest jährlich organisiert: Mutter.
Allerdings hätten die meisten Mütter schon einen etwas besseren und vor allem lustigeren Film verdient als diesen hier. Die Besetzung ist erstklassig: Michelle Pfeiffer, Denis Leary (schrecklich eitel gealtert mit unpassend gefärbten Haaren), Felicity Jones, Chloe Grace Moretz, Jason Schwartzman, Eva Longoria u.v.m. Das Skript ist es nicht.
Fast schon verzweifelt werden Anspielungen auf die echten Weihnachtsfilmklassiker gestreut, sei es durch den permanent laufenden Filmmarathon im TV oder ausgeborgte Storybeats aus HOME ALONE und PLANES, TRAINS AND AUTOMOBILES.
Ein paar Gags funktionieren und am Ende liegen sich natürlich alle in den Armen, aber bis dahin muss man schon einige Klischees und weniger gelungene Handlungsentwicklungen aushalten.