Review

iHaveCNit: Extrawurst (2026) – Marcus H. Rosenmüller

Deutscher Kinostart: 15.01.2026

gesehen am 24.01.2026 Samsung Onyx LED

Kinopolis MTZ – Kino 6 – Reihe 15, Platz 12 – 17:45 Uhr

Eigentlich sollte die Jahreshauptversammlung des Tennisclubs Langenheide nur wie gewohnt ablaufen und die wichtigen Tagesordnungspunkte unter der Führung des Vorsitzenden Heribert im Schnelldurchlauf abgehakt werden, bis ausgerechnet bei der Anschaffung eines neuen Grills und der Vorstellung durch den stellvertretenden Vorsitzenden Matthias mit einem Einwurf der Spielerin Melanie zugunsten des Vereinsmitglieds Erols und einer zusätzlichen Anschaffung eines Grills die Situation eskaliert und der Verein auseinanderzubrechen droht.

„Extrawurst“ von Marcus H. Rosenmüller ist eine Verfilmung eines Theaterstücks von Dietmar Jacob und Moritz Netenjakob und ein bis auf wenige vereinzelte Momente fast in Echtzeit ablaufendes Kammerspiel, dass sich auf den Schauplatz eines Tennisclubs begrenzt. Der Film hat mit Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardim, Friedrich Mücke und Anja Knauer durchaus in den Hauptrollen ein gut aufgelegtes Ensemble zu bieten und irgendwo ist der Film auch als Komödie durchaus unterhaltsam und witzig. Dennoch ist die wichtige Lektion, die man aus dem Film mitnehmen kann und sollte der klassische Konsens ist, dass nur Betroffene über Themen reden sollten, von denen sie betroffen sind und auch nur selbst entscheiden sollten, ob sie davon tatsächlich betroffen sind. So dreht sich der Film am Ende auch in den Streitthemen und Diskussionen, die Bestandteil der sich stetig eskalierenden Spirale des Films sind, immer wieder um sich selbst, wenn es um Religion, kulturelle und geschlechterspezifische Unterschiede geht. Der Film fühlt sich dahingehend am Ende so an wie eine gemütliche Comedy-Veranstaltung eines Kabarettisten an, der ein wenig „Edgy“ seine gesellschaftskritischen Takes verschwurbelt und nicht ernst zu nehmen ist – unabhängig davon wie ihn ein Teil der vom Film am ehesten angesprochenen Boomer-Zielgruppen den Film oder auch den Akteur im Bereich Comedy/Kabarett ernst nehmen.

„Extrawurst“ - My First Look – 6/10 Punkte




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