Review

iHaveCNit: The Housemaid – Wenn Sie Wüsste (2026) – Paul Feig

Deutscher Kinostart: 15.01.2026

gesehen am 20.01.2026

Kinopolis MTZ – Kino 3 – Reihe 9, Platz 23 – 19:40 Uhr

Millie Calloway wird als Haushälterin im Anwesen des Ehepaars Winchester von Nina samt direkter Unterkunft angestellt. Noch ahnt Millie nicht, in welches Netz sie damit geraten ist, denn inmitten von Widersprüchlichkeiten, Intrigen und mysteriösen Zwischenfällen entspinnt sich ein Netz, dass enger mit ihrer dunklen Vergangenheit zusammenhängen verknüpft ist als sie sich jemals vorstellen könnte.

„The Housemaid – Wenn Sie Wüsste“ ist eine Romanverfilmung des gleichnamigen Romans von Freida McFadden, bei dem es zum Running Gag meiner persönlichen schriftlich festgehaltenen Gedanken wird, dass ich auch diese Vorlage nicht vorab gelesen habe. Viel eher war es der Trailer mit der Besetzung, der einst mein Interesse am Film wecken konnte. Neben natürlich Amanda Seyfried und Brandon Sklenar ist es vor allem Sydney Sweeney, die aktuell einen großen, durchaus auch kritikwürdigen Hype um ihre Person kreiieren konnte, von dem der Film sicherlich nun auch profitieren wird. Der Film hat durchaus ein gewisses Stilbewusstsein mit seiner sehr cleanen Hochglanzoptik. Leider fehlt mir an der Stelle die Referenz wie Regisseur Paul Feig entsprechend gerne Thriller inszeniert, womit ich „Nur ein kleiner Gefallen“ und „Nur noch ein kleiner Gefallen“ noch nicht gesehen habe, die durchaus Referenzwerte hätten sein können. Dennoch muss ich sagen, dass „The Housemaid (1)“ als Thriller durchaus funktionieren mag, der trotz im Film integrierter Intrigen und Widersprüchlichkeiten dennoch ab und an in sich selbst widersprüchlich sein mag und durch eine holprige, sprunghafte Inszenierung sowohl in seiner Handlung als auch den zwischenmenschlichen Dynamiken das Potential von glaubwürdigeren Entwicklungen verschenkt hat und damit mehr behauptet als ernsthaft herausgearbeitet wirkt, unabhängig davon ob Leerstellen beabsichtigt sind. Der Film verschenkt dabei auch den gesellschaftskritischen Ansatz eine ernst zu nehmende Art Satire und Antithese zum klassischen, amerikanischen Tradwife-Mythos darzustellen. In all der unterhaltsamen Spannung und Faszination, die sich im Film ergeben kann mag die zur Schau gestellte Form der Brutalität durchaus das eher seichter geprägte Publikum abstoßen und überraschen, genau wie der sehr rudimentär vorhandene Teil Erotik des Films, der dennoch im Vergleich zu vielen anderen Vertretern des Erotikthrillers auch wesentlich softer ist. Dennoch bin ich mal gespannt, ob und in welchem Umfang damit eine Filmreihe mit Sydney Sweeney begründet worden ist, in der ihre Schauwerte präsent in Szene gesetzt werden, obwohl ihr echtes schauspielerisches Talent genau dann zum Vorschein kommt, wenn ihre Charaktere nicht auf optische Schauwerte begrenzt werden – wie zum Beispiel in Ron Howards „Eden“ und Tina Satters „Reality“.

„The Housemaid – Wenn Sie Wüsste“ - My First Look – 7/10 Punkte




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