Review

So wie damals, in den späten Neunzigern…18.03.2026

Der Rahmen

Läuft alles nicht so gut für Millie, die auf Bewährung entlassen wird und in ihrem Auto wohnt. Da kommt die Stelle als Haushälterin bei der sehr reichen Nina und deren Gatten Andrew samt Tochter Cecilia gerade recht. Dach über dem Kopf, Luxushaus, eigentlich alles fein. Nur scheint Nina allerhand Probleme zu haben, die zu widersprüchlichen Anweisungen an Millie führen, die sich nicht wehren kann – hat sie doch den Gefängnisaufenthalt vertuscht. Doch hinter Ninas Verhalten lauert etwas ganz anderes, was Millie erst merkt, als Andrew sich mehr und mehr für sie interessiert, was dazu führt, daß Millie eingesperrt in ihrer Kammer erwacht und sich auf einmal mit ganz anderen Bedingungen auseinandersetzen muß. Doch Millie ist kein Weichling, und so findet alles ein gutes Ende…oder doch nicht?

Gucken oder nicht?

Ja, wenn man mal wieder einen erotischen Thriller sehen will…
 
Warum?

Alle schreiben viele Worte über Sydney Sweeney, die mir bis dato reichlich unbekannt war. Klar, die Dame macht einen guten Job, aber das reicht allein nicht für einen guten Film. Wieder einmal spinnt Regisseur Feig wie dereinst in Nur ein kleiner Gefallen eine Geschichte um zwei Frauen in einer unangenehmen Situation, doch diesmal erinnert der Film sehr stark an die Klassiker des erotischen Thrillers, gerne mit Michael Douglas, von denen es in der Blütezeit rund um das Jahr 2000 viele mehr oder weniger gelungene Streifen gab. Hier nun braucht es leider sehr lange, bis die Handlung Fahrt aufnimmt, und die Regie macht den Fehler, keinerlei Motive zu erläutern, was der Nachvollziehbarkeit der Handlungen nicht positiv dienlich ist. Macht aber nichts, denn die zwei Stunden Laufzeit vergehen dank guter Regie recht schnell, und so lehnt man sich gut unterhalten zurück, was wiederum vor allem Frau Seyfried zu verdanken ist – und weniger Frau Sweeney.

Die Note

Es braucht recht lang, bis man ins Geschehen eintaucht, da wäre ein wenig Kürzung gut gewesen, zugunsten entsprechender Hintergründe – in Summe bleibt aber ein rundum schön in Szene gesetzter erotischer Thriller mit einigen Ruppigkeiten, durchaus spannend und gut guckbar – 8/10.

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