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Da erscheinen zwei neue Tatorte recht kurz hintereinander mit nahezu gleichem Thema. Und beide von einem Oldie-Team. Der eine aus München, der andere aus Köln. In beiden geht es um einen Mord im Theater und der Ermittlung der Kommissare im laufenden Kunstbetrieb. In der Machart unterscheiden sich die beiden Varianten etwas, gut sind beide leider nicht.

Im Münchener Fall bricht eine junge Schauspielerin während einer Aufführung tot zusammen, sie wurde vergiftet. Batic und Leimayer versuchen in bester "Knives Out"-Manier durch Befragung aller Beteiligten herauszufinden, was genau passiert ist. Und so setzt sich nach und nach das Puzzle zusammen, was genau geschehen ist und wer der Mörder sein muss. Tragisch dabei, dass das Opfer gar nicht die Zielperson des Täters war, sondern der Giftanschlag jemand anderem galt. Einerseits ist die Folge gut gemacht, weil Theaterinszenierung und Ermittlung miteinander verschmelzen. Sehr moderne und kunstvolle Inszenierung. Andererseits eine klischeebeladene Geschichte und keine große Spannung. Mitunter sogar todlangweilig, das Gesehene zieht sich wie Puddig und man ist an der Auflösung nicht wirklich interessiert. Für einen Batic/Leimayr-Fall schon ungewöhnlich schwach. Die Verschmelzung der Ermittlung mit dem Geschehen an einem abgegrenzten Raum hatte der Fall "Zugzwang" ein halbes Jahr zuvor besser hinbekommen. Richtig gut war der zwar auch nicht, hatte aber weitaus mehr Spannung als hier. Kunst alleine reicht für einen Krimi dann halt doch nicht.


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