Review

Remaken verpflichtet

Das späte Remake eines britischen Überklassikers fährt ein paar der heißeren Stars der aktuellen Generation auf, wirkt dennoch recht stilvoll und altmodisch, kann mich insgesamt mild überzeugen - ohne "Adel verpflichtet" qualitativ je auch nur ansatzweise nah zu kommen. Erzählt wird damals wie heute von einem Mann, der erzählt wie er seine reichen und meist unsympathischen "Verwandten" recht kreativ umgebracht hat, um an eines der dicksten Erben aller Zeiten zu kommen...

Ein Film für den verregneten Sonntagnachmittag

"How to Make a Killing" ist jetzt nicht gerade der herausragendste Titel - aber diese leicht unmotivierte und doch passende Art zeigt schon ziemlich genau, wo hier die Reise hingeht. Hübsche Menschen, kreative Kills, aber alles angenehm, angemessen und stilvoll. Ein verkappter Slasher für deine Oma. Ein augenzwinkerndes "Zehn Männlein"-System mit britischem Spleen. Eher europäisch als Hollywood, trotz seiner hotten Gesichter und Körper aus Übersee. Eine seltsame Mischung der Einflüsse, Stile und Tonlagen. Und doch erschreckend monoton insgesamt. Das Gefühl ist schwer zu erklären. Vollkommen passabel. Aber nie böse oder intelligent oder herausstechend genug, um im Gedächtnis zu bleiben. Glen Powell ist eben kein Alec Guinness. Wenn Beerdigungen zum Running Gag werden.

Freundliche Schmerzen und es muss sich lohnen

Fazit: Schwarzhumoriger, klassischer und doch recht austauschbarer Krimi. Britisch, texturreich, halb so clever oder frech wie er meint zu sein. Dennoch definitiv attraktiv weg zu gucken. Gegen das Original sieht er aber kein Land. Aber das ist auch eine extrem hohe Latte.

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