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ESTRATTO DAGLI ARCHIVI SEGRETI DELLA POLIZIA DI UNA CAPITALE EUROPEA (puh, was für ein Originalfilmtitel...) beginnt wie ein Abenteuerfilm, dann wird daraus ein interessanter Gothic-Horrorthriller.

Die Story von TRAGIC CEREMONY ist nix besonderes:
Vier Freunde geniessen ihren Urlaub in der Natur. Dann werden sie von einem starken Unwetter überrascht, zum Glück finden sie schon bald in einer alten Villa Schutz. Ihr Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn im Keller finden schwarze Messen statt...

Ungewöhnlich ist, dass der Film von Riccardo Freda einige Szenen bietet, die man eher in einem neueren Slasher oder Spatterfilm erwartet hätte.
Ein Kopf wird mit einem Schwert zum Beispiel in zwei Hälften geteilt... Viele würden diesen Goreeffekt heutzutage als Trash bezeichnen. Wenn man das sehr kleine Budget und das Alter des Films berücksichtigt, ist er meiner Meinung nach aber doch ziemlich erstaunlich!

Es gab immer wieder einmal Leute die behaupteten, dass einige der Filme von Riccardo Freda in Wirklichkeit von Mario Bava gedreht wurden. Die blutigen Goreeffekte erinnern tatsächlich an Bavas Genreklassiker (und "Slasher-Urvater“) IM BLUTRAUSCH DES SATANS, der kurze Zeit vorher realisiert wurde.

Erotik/Sleaze bietet der Film dafür – und das finde ich ebenfalls sehr erstaunlich – kaum.

In TRAGIC CEREMONY sind einige bekannte Darsteller zu sehen. Camille Keaton (ICH SPUCK AUF DEIN GRAB), Luciana Paluzzi (FEUERBALL), Luigi Pistilli (IM BLUTRAUSCH DES SATANS), Paul Muller (EINE JUNGFRAU IN KRALLEN VON ZOMBIES) usw. spielen meist überzeugend.

Schade, dass TRAGIC CEREMONY auch einzelne langweiligere Filmpassagen und unnötige Wiederholungen bietet.
Einige spannende und auch sehr atmosphärische Sequenzen haben mir aber bestens gefallen.

Regisseur Freda realisierte einige weitere interessante Filme, zum Beispiel DELIRIUM oder kurze Zeit vor TRAGIC CEREMONY den "rohen“ Giallo DIE BESTIE MIT DEM FEURIGEN ATEM.

6 Punkte

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