iHaveCNit: Anaconda (2025) – Tom Gormican – Sony Pictures
Deutscher Kinostart: 25.12.2025
gesehen am 30.12.2025
Kinopolis MTZ – Kino 8 – Reihe 13, Platz 22 – 20:10 Uhr
Nach langer Zeit treffen die guten Freunde Griff und Doug zu Dougs Geburtstag aufeinander. Der erfolglose Schauspieler Griff hat einen Vorschlag für den in seiner Kreativität ausgebremsten und in der Midlife-Crisis befindlichen Filmemacher Doug. Sie könnten doch gemeinsam mit zwei weiteren guten Freunden ein filmische Neuinterpretation des Horror-Films „Anaconda“ aus dem Jahr 1997 in der Region des Amazonas zu drehen. Noch ahnen sie nicht, dass sie nicht nur einen verrückten Schlangenexperten kennen lernen und auch in den Konflikt von Ermittlungsbehörden und Goldgräbern geraten, sondern auch etwas Gefährliches im Dschungel auf sie wartet.
An der Stelle muss ich mich outen, dass ich „Anaconda“ aus 1997 bisher noch nicht gesehen habe, aber dennoch durchaus den ein oder anderen Moment daraus sowie involvierte Darsteller ganz dunkel im Hinterkopf hatte. Ob das ein Vor- oder ein Nachteil für „Anaconda“ aus dem Jahr 2025 von Tom Gormican ist, kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Der letzte Film von Tom Gormican war „Massive Talent“ - eine witzige Meta-Crime-Comedy mit einem Nicolas Cage als Nicolas Cage in einer Actionkomödie. Und genau mit diesem Anspruch bin ich auch an „Anaconda“ 2025 gegangen ohne jetzt ganz große filmische Qualität zu erwarten. Bekommen habe ich eine absurd witzige und dumm unterhaltsame Meta-Action-Horror-Komödie, die im Grad der Gewalt absurd harmlos ungiftig und blutleer ist und ein grundlegend eher unsympathisches und nerviges Ensemble um Personen wie Paul Rudd, Thandiwe Newton, Steve Zahn, Daniela Melchior und vor allem Jack Black - der damit neben Minecraft für mich mitunter eher im unteren Bereich des Filmjahrs zu finden ist – und auch einem Selton Mello – Es gibt ja einen schönen englischen Spruch dafür: „His downfall needs to be studied“ - gemeint ist damit, dass er von seiner Beteiligung im großen brasilianischen Oscar-Meisterwerk „Für Immer Hier“ nun in einer Meta-Action-Horror-Komödien-Gurke mitwirken darf. Und da ist es unfreiwillig komisch es durchaus unterhaltsam und witzig zu finden, nicht nur über die Situationen im Film, sondern auch über die Charaktere zu lachen, weil der Film gekonnt die möglichen Qualitätspotentiale umschlängelt, aber nie den Griff um diese Möglichkeiten zuzieht – und da ändert der ein oder andere Cameo auch nichts. Von daher ist es denkwürdig, dass dieser Film nun Ticket 150 meiner Kinobesuche in 2025 markiert.
„Anaconda“ - My First Look – 5/10 Punkte