Da ist er also. Mein letzter David Lynch-Film welchen ich aktuell noch schauen muss, dann habe ich alle.
Hier tut es sich auch etwas schwer mit einer realistischen Bewertung, denn bei Roadmovies ist das immer so eine Sache. Sie sind nicht spannend, Twists sind eine seltene Ausnahme und gar Action braucht man nicht erwarten. So auch bei David Lynch seinen Beitrag dieses Genres. Man begleitet Alwin Straight bei einer Tour mit seinem Rasenmäher von Iowa nach Wisconsin, um seinen zerstrittenen Bruder zu besuchen.
Man begleitet ihn halt nur. Es gibt kaum Szenen ohne Alwin. Das ist wahrlich nicht als schlecht oder gar langweilig zu verstehen. THE STRAIGHT STORY ist ein schöner Wohlfühlfilm welchen man getrost am Sonntag mit der ganzen Familie schauen kann. Also auch komplett Lynch-untypisch. Man darf hier keinen Mindfuck ala MULHOLLAND DRIVE oder INLAND EMPIRE erwarten. Am ehesten kann ich den Film mit NEBRASKA vergleichen, aber auch nur ganz vorsichtig.
Es kommen immer wieder Personen ins Geschehen, welche Alwin unterwegs trifft oder welche ihn helfen seinen defekten Rasenmäher wieder in Gang zu bekommen. Für jeden hat er auch einiges an Weisheiten parat. Man darf Roadmovies dieser Sorte nicht als schlecht abstempeln, aber für eine Bewertung im oberen Bereich, sind die Filme einfach nicht anspruchsvoll genug.
Fazit:
Ganz nach dem Motto "mittendrin statt nur dabei", geht es auf eine schöne Reise. Harmlos, nicht spannend aber mitfühlend arbeitet sich der Film bei einer aushaltbaren Länge an seinem roten Faden zum Ende hin. Lynch-Fans werden wenn überhaupt nur am Score merken, dass hier der Meisterregisseur am Werk ist. Der ähnelt nämlich sehr den von TWIN PEAKS: