Regisseur Jose Prendes sollte eventuell seine Passion überdenken, denn seit dem missratenen „The Haunting of Whaley House“ (2012) und einigen Horrorfilmen mehr ist keine Besserung in Sicht. Die Kooperation mit Asylum und der Ausflug ins Nunsploitation machen es auch nicht besser.
Das Fahrzeug der sieben Twens um Maria bleibt mitten im mexikanischen Nirgendwo stehen und man landet nach einem kleinen Fußmarsch in einer verlassenen Kirche. Hier soll einst eine Nonne mitsamt ihres Kindes ermordet worden sein und ihr Geist hat es nun auf die Eindringlinge abgesehen…
Die Legende der Nonne Schwester Dolores steht als Antriebsfeder im Fokus, was bereits mit der Exposition ein wenig angeschnitten wird. Im Verlauf hat die Ordensschwester allerdings nichts weiter zu tun, als mit ihren schwarzen Augenrändern im Sekundentakt zu erscheinen und wieder zu verschwinden.
Die austauschbaren Twens bilden derweil keinen auserwählten Sympathiehaufen. Man kann allenfalls davon ausgehen, dass Maria und ihr Macker eventuell ein wenig länger durchhalten, während beim restlichen Dahinsiechen keine wirkliche Priorität entsteht. Die Ableben hätte man kaum unspektakulärer in Szene setzen können, denn die werden ohne jedwede Konfrontation in kurzen Momenten abgehandelt. Zwar wird dabei eine Latte im Bauch platziert, ein Holzkreuz landet im Auge und jemand hat mit Vergiftungserscheinungen zu kämpfen, doch übermäßig blutig oder gar grausam wird nicht gestorben.
In der Zwischenzeit muss natürlich die aufgebrachte Seele beruhigt werden. Ergo latscht man durch die kargen Räumlichkeiten, findet einen Zugang ins Unterirdische und das fast schon obligatorische Tagebuch, um Hintergründe aufzudecken. Schon aufgrund der dahinplätschernden Musik kommt kaum Atmosphäre auf und die flachen Dialoge tragen ebenfalls nicht zur Stimmung bei. Immerhin gibt es gegen Showdown noch eine minimale Wendung, doch damit einhergehend wird kaum an der Dramaturgieschraube gedreht.
Die austauschbare Geschichte, die weitgehend emotionslos performenden Mimen und das uninspirierte Handwerk tragen letztlich dazu bei, eigentlich kurze 81 Minuten relativ lang erscheinen zu lassen. Ein langweiliger Nonnenquatsch, den man sich in vielerlei Hinsicht schenken kann.
Knapp
3 von 10