Erster Auftritt der seit Ende der Achtziger festen Größe im Filmgeschäft im Fernsehbusiness, der heutige Charakterdarsteller Alex Fong war damals und für lange Zeit für die eher schmierigen, aber dafür knalligen, sich gut ins Ausland verkaufenden Actionfilme bekannt, bevorzugt Modern Day und Heroic Bloodshed, was er dann ab dem Handover '97 in etwas besser gestellten Arbeiten wie bspw. Double Tap (2000), One Nite in Mongkok (2004), Overheard (2009) und seinen beiden Fortsetzungen oder Triple Tap (2010) fortsetzte. Dazwischen lag, und das ist den Meisten unbekannt, auch ein etwa zwölf Jahre andauernder Abstecher in die kleine Mattscheibe, sowohl seriell als auch in Telemovies, hier unter dem erfahrenen Ng Chan-Chau das Debüt:
Nachdem David [ Alex Fong ] die ihm unbekannte und ihr wahres Wesen verschleiernde Geisterfrau Elaine [ Sheila Chan ] getroffen hatte, streitet er sich mit seiner Frau Ada [ Tsui Ga-Bo ]. Elaine arrangiert derweil, dass er im Geisterhaus übernachtet, wobei deren beiderlei Beziehungen zueinander wächst; erst später stellte er ihr wahres Wesen fest, vor allem als es gegen den Kampf gegen den reichen Jonny geht.
Dabei sind die anderen drei Fernsehfilme im Übrigen nicht zur Gänze zu empfehlen, A Passion Across Lifetimes ist relativ einfach gehalten, The Last Dance hat einen aktionsmäßigen Einstieg und ein längeres Finale, am Besten wirkt noch A Story of Two Drifters, der sowohl die romantische Seite als auch die des Actionthrillers zu bedienen weiß und das Meiste aus Fong herausholt; etwas, dass bspw. The Last Dance nun längere Zeit vermissen lässt und ihn eher passiv bis schwächlich zeichnet. Der vorliegende Film fängt mit einer Beschwörungsaktion an, mit einer Prophezeiung, einer Wahrsagerei im Nebel und Rauch und Dampf, der Aberglauben und die Schwarze und Weiße Magie wird hier oben gehalten, aus der Hand gelesen zusätzlich, eine düstere Ansage wohl, bis dass der Tod euch scheidet. Wie benommen tritt Fong aus der Sitzung heraus, ein städtisches Leben, der Straßenverkehr fließend, er muss erst geweckt werden bei der grünen Welle, der Pager, er piept. HK ist am Wuseln, viele Moderne, viel Tradition, verschiedene Generationen, verschiedene Deutungen, verschiedene Wahrzeichen, alles mit Bedeutung für den jungen Mann und den Zuschauer, Regisseur NG weckt das Interesse von Sekunde Eins an, er hält den Zuschauer gefangen in seinem Setting aus dem Hier und Heute und dem Vergangenen, er setzt einige Schrecksekunden, ein Spukhaus betreten auch, längst von Spinnenweben überzogen, ein gruseliges Anwesen weitab vom Schuss, ganz oben über der Stadt gehalten, ein flackerndes Licht, ein explodierende Glühbirne, eine springende Katze, Zuviel für das Gemüt.
Zum Vorgesetzten bei seiner Heimkehr wird Fong zitiert auch, ein Gespräch mit dem Boss, eine Ansage, schlecht im Verkaufen, keine gute Performance, von den Kollegen schon früher gewusst. Einen guten Eindruck macht er nicht, der junge Mann, trotz Anschnauze vom Chef kaum erweckbar, nicht richtig selbstbewusst, ein Gruselfilm mit am Gestalten, ein Hokuspokus, ein Danse Macabre, bald ein unwirkliches Geschehen, für den Zuschauer als Spannungsfilm gehalten. Die Wohnung ist leer bei nach Hause kommen, ein Abschiedsbrief am Spiegel, ein eiliger Telefonanruf, von einer Zelle aus noch, ein älteres Wesen, ein Albtraum, vom Auto überfahren im Delirium, schweißgebadet aufgewacht, wieder Ansage vom Vorgesetzten, keine gute Woche, nicht ein einziger guter Tag. Die Kollegen sind besorgt um ihren Mann, es ist zu spät, alles geht den Bach hinunter, das Schicksal spielt seine Streiche, ein Kampf gegen das Pech und das Unglück zugleich. Ein Umtrunk abends in einer Bar lässt die Hostessen, die Eskortdamen auf die Herren los; es werden auch die anderen Männer der Gesellschaft in Augenschein genommen, es gibt mehrere Figuren, die besuchen nach dem Alkoholeinfluss auch das Spukhaus, sich Mut angetrunken und Schabernack im Sinn, ein schlechter Gedanke, eine Schnapsidee, ein Streich mit bösen Auswirkungen, einmal die Windmaschine und ein zweifacher Treppensturz verursacht.
Bei Tageslicht und unter der Arbeit eines Bauunternehmens sieht das Anwesen schon ganz anders aus, ein heruntergekommenes, nun unter Renovierung und Verschönerung stehendes Haus. Mit einfachen, überschaubaren, aber dennoch effektiven Tricks wird hier gearbeitet, eine Romanze mit installiert, A Chinese Ghost Story im modernen Gewand, mit simpler Handhabe, mit verständlicher Narrative, einem plötzlichen wirkungsvollen Autostunt, zuvor fast ein Bauunfall, eine Scheibe aus dem Rahmen auf den Boden gekracht. Aufwand wird auch dargebracht, Polizei und Feuerwehr am Anrücken, das Auto fast in den Hafen gefahren, von Menschenmassen umrahmend, der Fahrer am Flüchten, vom Tatort weglaufend. Sowieso sind die drei Kollegen eher schlecht und schlicht besetzt, sie sehen Dinge, die nicht da sind bzw. andersherum, ein Spiel mit dem Trügerischen und dem Träumerischen, in der Unter- und der Zwischenwelt, ein Schweben zwischen den Sphären, braucht es mehrere Anläufe, um dem Gesehenen Glauben zu schenken und sich an die Veränderungen zu gewöhnen, Recherchen werden gemacht und Informationen eingeholt, mal ist man voller Faszination, dann voller Angst. Immerhin muss man sich nicht alleine dem Mysteriösen stellen, hat man die drei Kollegen im Bunde, geht man in Verstärkung in die Runde, Gespräche stehen an. Auch hier wird Fong mehr in Sachen Schauspiel gefordert als bei seinen Ausflügen in Sachen B-Action, die den meisten Zuschauern eher geläufig gewesen sein dürften, die (Iron) Angels - Trilogie zum Beispiel, hier ist eher Dialog und Textsicherheit gefragt, Liebesgesäusel, schmachtender Blick oder auch mal schwach werdender Mann, der Fantasy-Aspekt noch mit hervorstechend, das Drehbuch Debüt von Au Kin-Yee, der später bis einschließlich heute und Limbo (2021), Mad Fate (2023), oder Twilight of the Warriors: Walled In (2024) für das Kino und meist für Milkyway Image (HK) Ltd. tätig war und ist.