Eine Taxifahrt, das Auftauchen einer Erinnerung, angespielt zu einem Song von Jacky Cheung, einer Ballade, eine Liebesgeschichte, die in schwarz/weiß gehalten ist, die verblasst ist, die Frau in der Geschichte sitzt im Taxi ins Krankenhaus, der Taxometer läuft, es sind die frühen Morgenstunden. Ein Mann etwas Besonderes für sie gewesen, auch andersherum, ein Gast in einer Bar, trotzdem ihr aufgefallen, ein spezieller Mensch, nun besucht sie ein Hospital, etwas ist geschehen, was nicht zu wiederholen und nicht wieder gut zu machen ist:
Mary [ Jessica Hsuan ] ist die Geliebte des wohlhabenden Geschäftsmanns John [ Bowie Lam ]. John vergöttert sie, und obwohl ein anderer wohlhabender Geschäftsmann, Peter [ Lam Lei ], sie begehrt, denkt sie nicht daran, ihn zu verlassen. Sie entwickelt tiefe Gefühle für John, doch er verlässt sie. Daraufhin wendet sie sich Peter zu. Im betrunkenen Zustand lernt sie Paul [ Wayne Lai ], einen Werkstattarbeiter, kennen. Pauls Aufrichtigkeit berührt sie tief und lässt sie die wahre Liebe erfahren. Sie ist bereit, mit ihm ein einfaches, ruhiges Leben zu führen. Doch Peter findet heraus, dass sie seine Geliebte ist.
Die Handlung hat schon längst angefangen, sie wird in der Rückblende gezeichnet und gehalten, im Nachtclubgeschehen, die Frau dort beruflich, nicht privat zum Vergnügen tätig, zur Unterhaltung der Besucher an- und eingestellt, als Animation, ein nächtlich wechselndes 'Vergnügen'. Eine Arbeit wie jede andere auch, mal macht man sie lieber, mal nicht, man begegnet sich im Gang, man bleibt stehen und wechselt die Blicke, ein erstes Treffen, rein zufällig nur, eine Feier für die Männer, die Frauen als Staffage, gebucht für diese eine Nacht, nichts ist inklusive, es wird nur Gesellschaft geleistet beim Feiern und beim Trinken, man nimmt nebeneinander Platz. Zwischen den anderen Beteiligten im Raum besteht keine Verbindung, man ist gelöst, man ist entspannt, es ist Unterhaltung, es ist Entertainment, die Nacht noch jung, der Tag noch lang, letztlich steht man alleine und zu zweit vor dem Lokal, ein erstes ruhiges Gespräch, der Anfang von viel mehr, es was nicht so geplant, eine Zufälligkeit des Lebens. Ein erster Abschied, ein erster Kuss auf die Wange, der Austausch der Kontakte, es geht schnell hier voran, man hat einander gefunden, es gibt nur ein Problem, was später auftaucht; was eine gemeinsame Zukunft verhindert und nur die Gegenwart und das Hier und Jetzt träumerisch zeichnet. Der Film als Drama, es wird durchaus in die Öffentlichkeit gegangen, das Leben gerade zur dunklen Zeit besteht aber tatsächlich nur aus Gesellschaft und aus Feiern, mal im Club, mal auf einem Boot, der Tisch reichlich gedeckt, mit Trinken und mit Essen, die Herren im feinen Anzug. Man wird erwartet, man trifft sich wieder, wieder ist es beruflich, als Engagement, nicht privat abgesprochen, nur in Ruhe und in trauter Zweisamkeit, dafür ist es noch zu früh, dafür ist später dann noch Zeit. Ein Lächeln wechselt den Kontakt, man fällt einander auf, man fällt auch anderen auf, eine erste kleine Konfrontation, ein Zeichen von Zuneigung oder doch Besitztum.
Man verbringt gar auch die Nacht miteinander, beim zweiten Treffen, eine intime Sphäre, die etwas gestört wird durch die Umstände, die aber auch 'Voraussetzung' für mehr und letztlich für die Geschichte. Die Gespräche unter den Kolleginnen sind auch entscheidend, ein Team eigentlich, jeder mit anderen Motiven und Erfahrungen, man ist eigentlich nicht auf der Suche nach der großen Liebe hier, es ist ein Geschäft und es sollte eines bleiben, doch was macht man gegen Gefühle, wo ist Anfang und Ende, wo kann man es trennen, wann ist der geeignete Zeitpunkt. Dass der Mann verheiratet ist, erfährt die Frau erst später, auch nur zufällig, eine Welt am Auseinanderbrechen, die Kamera bleibt bei ihr, zeigt ihr Gesicht, zeigt ihr Verschwinden aus dem Bild, zeigt die Reaktion des Mannes; der Trau ist geplatzt, die Wahrheit kam zum Vorschein, was hat sich geändert und für wen, das ist hier die Frage, die der Film sich stellt. Die entscheidende Prämisse, Liebe oder Geld, Zuneigung oder Ablehnung, Teilen des Willen und des Wollen oder das gänzliche Verzichten darauf. Für die Anderen geht es Leben wie gewohnt weiter, für die Frau nicht, sie tauscht sich such nicht wirklich aus mit den anderen Frauen, es sind Kolleginnen, keine Freundinnen, man liegt jetzt abends alleine ein Bett. Ein Fehler begeht man, man spielt mit dem Leben Anderer, die Beweggründe nicht wirklich deutlich, eine Manipulation, aus Eifersucht und Kränkung wegen, auch aus anderen, aus positiven Gefühlen sicherlich, dennoch eine Täuschung, keine Rechtfertigung, von beiden Seiten nicht. Ein Spiel mit dem Schicksal, eine unüberlegte Tat, nicht aus dem Affekt herausstanden, sondern einem tief verborgenen Wunsch, einer Geheimnistuerei aber, auch wenn die gesamte Beziehung nur hinter verschlossenen Türen spielt, zwischen zwei Personen, wo noch eine Dritte als 'Störfaktor' vorhanden ist.
Das gekaufte Geschenk überrascht den Mann, aber nicht auf die Weise, mit der die Frau gerechnet hat, es kommt zum ersten lauten Wortwechsel, zum ersten Streit, der Lug und Betrug wird fortgeführt, die Ehefrau hört man nur am Telefon, sie ist dennoch stets präsent, auch da ein Streitgespräch, ein Sitzen zwischen den Stühlen, eine Entdeckung, eine Komplikation, die unangenehm ist für mindestens zwei der Beteiligten, für eine besonders, für die Person mit den Gefühlen. Verletzten tun die Worte hier, die Verhaltensweisen, es gibt keine körperliche Aggressivität, es gibt nur ein Verlassen und eine Türen schließen, man versetzt sich in die Lage der Involvierten, eine ruhige Betrachtung, eine kaputte Beziehung, eine dann eindeutige Ansage und eine Ohrfeige als entscheidendes 'Wort' zur Trennung, das Leben geht weiter, ob man will oder nicht, ein anderer Interessierter am Start, der schon vorher seine Aufmerksamkeit gezeigt hat, die Behandlung ist nicht besser, sie ist anders, sie ist abschätzig, das Milieu von seiner geringen moralischen Seite gezeigt. Eine Beziehung ist zu Ende, eine Andere fängt an, sie ist nicht unbedingt besser, im Gegenteil, man wird zu Dingen gezwungen, die man nicht will und die man nicht mag. Die Gegenwart wird trüber, als sie eh schon ist, ein freudloses Leben in der anonymen Großstadt, kein Trost, keine Zuwendung, nur Degradierung gezeigt. Eine Affekthandlung zwischendurch, ein Aktion aus Frust und Wut, sie hätte auch tödlich enden können, für sie und andere, das ist nicht hilfreich, das ist kein Schutz. Um das eher einfache Leben geht es hier, ein simples, nicht ineffektives Zivilisationsdrama, ein bebilderndes Sozialgeschehen, mit auffallend vielen Auto- und Straßenszenen in der zweiten Hälfte, mit einem Hoffnungsschimmer am Horizont, ob das so bleibt, oder zu schön ist, um wahr zu bleiben, wahr zu sein?