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Schonungslos beschreibt Mark L. Lester das gewaltätige Treiben an der Lincoln High,der Film wirkt auch noch über 20 Jahren aktueller denn je.

Musiklehrer Norris kommt an eine neue Schule,an der raue Sitten herrschen.Eine kriminelle Punkgang übt Macht über Schüler und Lehrer aus,dessen Anführer Stegman ist erbarmungslos und handelt ohne Gnade.
Norris Ziel,die Gang unter Kontrolle zu bekommen wird mit der Vergewaltigung seiner Frau quittiert,woraufhin der Lehrer Rot sieht.

Ohne große Schnörkel kommt die einfache Story – angeblich auf einer wahren Begebenheit beruhend – daher.Schnell findet sich der Zuschauer inmitten des Geschehens wieder,einem furchtbaren Sog aus allgegenwärtiger Aggression und Gewalt.
Die Darstellung des Anführers Stegman ist dabei in keiner Weise einseitig,denn zuhause ist er das Muttersöhnchen und musikalische Talente hat er auch.(Eine Gänsehautszene,als Norris ihn rauswerfen will und Stegman erstmal seelenruhig auf dem Klavier ein gekonntes Spiel abliefert).
Die Sozialkritik kommt zwar mit dem Holzhammer,ist dabei aber äußerst effektiv.Der Direktor verschließt aus Angst vor Übergriffen beide Augen,die Polizei ist den Jugendlichen gegenüber machtlos und ein Lehrer kommt letztlich bewaffnet zum Unterricht.
Spannend dokumentiert Lester hier eine Spirale der Gewalt,die unweigerlich in der harten Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse enden muß.

Ein intensives Drama mit einem sehr überzeugenden Bösewicht und schonungslosen Szenen von Gewalt und Gegengewalt.Ich bin froh,weder Lehrer noch Schüler zu sein.
8 von 10 Punkten

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