Mark L. Lesters erster richtig guter Film am Anfang seiner Regiekarriere. Vorher drehte er nur belangloses Zeug, aber hier zeigt er dass er nicht nur Actionorgien produzieren kann, sondern auch Film mit etwas mehr Anspruch vom Stapel lassen kann.
Inhalt:
Musiklehrer Andrew Norris wird an die Lincoln Highschool versetzt. Bald merkt er dass hier nicht die Lehrer das sagen haben, sondern der brutale Stegmann mit seiner Gang. Die anderen Schüler haben keine Chance und werden gnadenlos unterdrückt. Norris geht gegen sie vor und bekommt bald schon ihre Gewalt am eigenen Leib zu spüren. Als die Gang schließlich seine Frau entführt und vergewaltigt, ist für Norris der Ofen aus, er übt gnadenlos Selbstjustiz.
Dieser Film soll auf einer wahren Begebenheit beruhen, stimmt wahrscheinlich auch, früher waren das Einzelfälle und heute ist es leider zum Alltag geworden. Da ist dieser Film absolut nicht weit hergeholt. Vor allem geht es hier Mark L. Lester nicht nur um Action und Brutalität, nein es geht ihm auch um Anspruch und Realismus. Das Dealen auf den Toiletten, die Prügeleien in der Schule oder während Feiern sind sehr realistisch und nicht ausgeartet.
Mark L. Lester geizt hier etwas mit Action, was aber nicht schlimm ist, er überlässt es dem Psychoterror zwischen Stegmann und Norris den Zuschauer zu unterhalten, was auch prima funktioniert. Man freut sich so richtig wenn Norris in der Tiefgarage Stegmanns Auto zu Schrott fährt, das heisst man kann hier richtig mitfiebern. Das Finale ist natürlich etwas übertrieben, bietet aber Action vom Feinsten. Norris übt hier gnadenlos Selbstjustiz und bringt Einen nach dem Anderen um, im Finale geht es hart und blutig zur Sache. Hier merkt man auch schon wieviel Mark L. Lester von Action versteht.
Die ganze Atmosphäre ist großartig. Die Schule ist eine Bruchbude mit viel Graffiti, einer schlechten Ausstattung, kaputten Lehrern. Ich denke dass sich Lester hier eng an die Realität gehalten hat. Auch die Musikuntermalung ist klasse, hier bekomt man wieder diese richtige 80er Jahre Feeling.
Starke Darsteller verbessern das Ganze noch ungemein. Perry King ist als Norris sehr überzeugend, sogar während der Action macht er eine gute Figur. Michael J. Fox ist hier als kleiner pummeliger Schüler mit dabei. Roddy McDowell spielt einen Lehrer der zum Schluss regelrecht durchdreht. Auch er ist sehr gut in seiner Rolle. Timothy van Patten als Stegmann gibt einen fiesen Gangführer ab, das muss man ihm erst mal nachmachen. Die restlichen Darsteller passen alle sehr gut in ihre Rollen und spielen auch so.
Fazit:
Eindeutig einer von Lesters besten Filmen und eine Klasse für sich. Realistisch, brutal und heute fast Alltag. Solide Story, starke Darsteller, harte Action, untermalt mit tollen Sounds. Muss man sehen.