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In einer imaginären Großstadt der USA an der Abraham Lincoln Highschool herrschen chaotische Zustände, Gangs vertickern Drogen und üben Gewalt gegen Mitschüler aus, ein Sicherheitsdienst ist in der Schule tätig, die Lehrer resigniert, die Polizei machtlos.  Der neue Lehrer aus Nebraska, gespielt von Perry King, als Ersatz für den bei einem „Unfall“ verschiedenen Musiklehrer beginnt mit guten Vorsätzen und naiver Sichtweise seine Tätigkeit. Im zur Seite wird der Biologielehrer Corrigan gestellt der bereits resigniert hat und mit Sarkasmus auf das Ganze reagiert. Aus der Ausgangssitutaion entwickelt sich eine spannende, düstere und teilweise deprimierende Story in der die Gewaltspirale immer weiter nach oben geht. Die Anleihen bei Clockwerk Orange von Kubrik sind nicht zu übersehen, was dem Film aber nicht schadet, im Gegenteil.  Beim Tod eines Schüler der vom Fahnenmast stürzt und das Sternenbanner mit sich nach unten reißt ist die Metapher auf den Niedergang der Geschellschaft unübersehbar. Auch die Anmerkung von Corrigan der in der Schule Hasen und andere Kleintiere hält, das diese „ Niedere Tierarten“ sich nicht grundlos töten und damit dem Menschen eigentlich überlegen sind, wird mit brutaler Wirklichkeit persifliert. Die Schauspieler machen Ihre Sache gut, besonders Roddy McDowall gibt hier als Biolehrer wohl eine seiner besten Leistungen ab. Der Film funktioniert gut und stellt leider bis heute die teilweise traurige Wirklichkeit dar. Lester ging davon aus das die Darstellung des Filmes einen Aufschrei in der Gesellschaft hervorrufen würde, allerdings war dies nach seiner Ausage nicht der Fall. Wie üblich waren die Filmkritiker nicht gut auf eine derartigen Film zu sprechen, da das Thema Selbstjustiz immer als Tabu betrachtet wird.     Gut gemachter Thriller und Drama 9/10.

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