Review


Mehr als bloße Exploitation (?).


Hier beharken sich verrohte Schüler und in die Enge getriebene Lehrerschaft mit einer Konsequenz und solchem Hass, dass es eigentlich kein wirkliches Vergnügen ist, "Die Klasse von 1984" zu schauen.
Und schließlich entlädt sich alles in einem Blutbad nach bester Exploitation-Art und im Geiste der "Death Wish"-Reihe, auch wenn es noch nach Selbstverteidigung ausschauen soll, bei dem, was Lehrer Norris in den letzten Minuten des Filmes Drastisches treibt.
Dabei ist der Film stellenweise ungeheuer fesselnd und vermutlich auch nicht ohne Einfluss auf spätere, "seriösere" Beiträge zum Thema, wie "187 - Eine tödliche Zahl", geblieben.

Die schauspielerischen Leistungen einiger Protagonisten sind übrigens sehr  passabel, besonders Perry King ("Trio mit 4 Fäusten") als Musiklehrer Andrew Norris und sein übler, gehetzt wirkender, Widersacher Tim Van Patten spielen überzeugend; hier ist beileibe nicht alles "Trash".
Roddy McDowall, als Lehrerkollege Terry Corrigan, legt seine Rolle so zwiespältig an, dass es recht eigentümlich anmutet, dass Norris sich mit ihm anfreundet.
Ebenso eigentümlich erscheinen die dürren Argumente von Schuldirektor und Polizei dafür, dass sie gedenken, wenig bis nichts gegen die Vandalen-Schüler zu unternehmen, was der Handlung etwas die Glaubwürdigkeit nimmt.

Irgendwo zwischen Exploitation-Kino und krassem Drama. Und was die gezeigten Gewaltexzesse anbelangt, hat die Wirklichkeit diesen Film ja mittlerweile bereits oftmals übertroffen.

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