Andy Norris (Perry King, bekannt vom "Trio mit vier Fäusten" als Mann mit dem Hubschrauber) ist ein Musiklehrer, dem es noch darauf ankommt, seinen Schülern etwas beizubringen. Als er an die Abraham Lincoln High School versetzt wird, wird seine Geduld aber auf eine harte Probe gestellt. Der an sich gut geeichte Lehrer findet sich in einer Schule wieder, in der Jugendgangs das Sagen haben und er hat mit ihnen vom ersten Tag an zu kämpfen. Doch er ist nicht wie die anderen Lehrer. Er versucht es zunächst auf die freundliche Art, weiß sich aber auch zu wehren...
Es klingt zwar nach einer klassischen Achziger-Jahre-Rache-Story, ist sie aber nicht. Der Film stammt natürlich aus der Zeit und das ist unverkennbar. Dennoch stehen hier nicht die Rachegeschichte, sondern Handlung und Sozialkritik im Vordergrund. Norris versucht im Laufe des Films zunächst, seine Widersacher auf den rechten Pfad der Tugend zu führen. Dabei ist er nicht feige und riskiert einiges. Irgendwann gibt er allerdings auf und sieht den Tatsachen ins Auge. Er versucht, der Gang das Handwerk zu legen, was sich anhand deprimierter anderer Lehrer und ohnmächtigem Direktor als schwieriger erweist, als er gedacht hätte.
Die Spannung steigert sich kontinuierlich und man ist im Laufe des Films immer mehr "gefesselt", was man vom trashigen Titel und der Aufmachung des Films ursprünglich nicht erwarten durfte. Bis kurz vor dem Ende ist Norris auch kein Rächer. Doch wenn es dann zum Showdown kommt, geht es gut zur Sache.
Dem Film wird vorgeworfen, daß er zu brutal und damit nicht ernst zunehmen sei. Dem kann ich nicht zustimmen. Abgesehen davon, daß es gar nicht brutal genug sein kann, nehmen die gelungenen brutalen Szenen nur einen minimalen Teil des Films ein.
Die Leistung der Schauspieler ist übrigens nicht so überzeugend, mit Ausnahme von Perry King. Das mag aber auch daran liegen, daß die meisten noch so jung sind. Ansonsten ist wohl noch der saucoole Soundtrack zu bemerken, der von Alice Cooper gesungen wurde.