Review

Ein kleines Kaff in Mississippi, Mitte der 1960er-Jahre, entpuppt sich als der wahrgewordene feuchte Traum eines jeden überzeugten weißen Rassisten. Zumindest so lange, bis zwei sehr entschlossene FBI-Agenten auftauchen...

Und wieder einmal eine Bildungslücke erfolgreich (& mit unangenehmem Grummeln im Bauch) geschlossen. Denn der von wahren Begebenheiten inspirierte Film von Alan Parker ist wahrlich keine leichte Kost & entsprechend schwer verdaulich. Einfach nur schrecklich, was da alles mit einer abartigen Selbstverständlichkeit passiert, diese Unterdrückung, diese Niedertracht, dieser Hass, diese Gewalt...

Parker schildert das auch dank seiner famosen Cast (Gene Hackman, Willem Dafoe, Frances McDormand, Brad Dourif, Michael Rooker, R. Lee Ermey, Stephen Tobolowsky, Pruitt Taylor Vince...) so glaubhaft & eindringlich, dass ich immer wütender auf dieses widerwärtige Dreckspack wurde, das in diesem Höllennest das Sagen hat.

Zweierlei muss ich dem Film jedoch ankreiden: Erstens, dass es Weiße sind, die (zumindest kurzfristig) für Veränderung sorgen & zweitens, dass die People of Color schon sehr passiv & dem Schicksal ergeben gezeichnet sind. Abgesehen davon... ein ganz starker Film, bei dem ich auf ein Wiedersehen jedoch dankend verzichten werde.

8,5/10

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