Review

Old McDisney had a Farm... 


„Die Kühe sind los!“ aka „Home on the Range“ kommt nie in die Diskussion der besten Disneyfilme. Weder bei mir noch irgendwo sonst. Aber solide Unterhaltung, wenn auch (trotz manch einem Schmunzler über Euter oder Manneskraft) eher für die Kleineren, ist das dennoch und einen schlechten Film habe ich weiss Gott nicht gesehen - zumindest bei gedrosselten Erwartungen... Erzählt wird von drei Kühen, die sich vorgenommen haben ihre Ranch zu retten, indem sie auf eigene Hufe losziehen, einen gesuchten Desperado dingfest machen und das Kopfgeld einsacken wollen... 

Es gibt Dinge, die mag ich an dieser fröhlichen Kuhhaut. Den Bösewicht samt seiner Spezialfähigkeit der jodelnden Kuhhypnose (!) inklusive einer klassisch-psychedelischen Sequenz z.B. Oder die Südstaaten-Synchro im Original, manch einen weirden Sidekick, manch einen schwungvollen Song und manch eine krachende Actionsequenz. Doch dem gegenüber stehen natürlich die eher mäßige Optik, eine austauschbare Geschichte, insgesamt doch erstaunlich wenig im Gedächtnis bleibende Sidekicks und Charaktere allgemein, kaum wirklich sitzende Witze und die allgemeine, unangenehme Überdrehtheit und emotionale Armut. Das kann Disney, selbst in eher mageren Jahrzehnten, besser. Lieber zu anderen, genauso oft übersehenen Filmen wie „Ein Königreich für ein Lama“ oder „Atlantis“ greifen. Diese Kühe geben sich zu wenig Mühe. 

Fazit: was für eine überdrehte (M)Euterei... sicher kein Kuhmist, aber bei weitem nicht auf dem Level, wo man einen Disney-„Klassiker“ erwarten würde. Subpar statt super. Rinderlahmsinn. Aber die Southern- und Western-Vibes gefallen mir schon... 

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