Inhalt:
China..., wohl in den 1920er oder 1930er Jahren.
Kwan Fu (Tien Peng) ist ein hervorragender KungFu-Fighter..., um seiner alten und kranken Mutter (Chiu Ting aka Chao Ting) und seiner Schwester Hsiao Yue (Wan Yin-Yue) zu helfen, die in bitterer Armug leben, verdingt er sich beim Casino-Boss Tsui (Huan Chung-Hsin) als dessen Leibwächter.
Tsui steht der "Bande der Tigerkralle" vor..., brutalen Schlägern, und ist ein eiskalter Mörder, der zudem jeden seiner Schuldner glashart erpresst.
Alsbald bündelt Kwan Fu seine Kräfte mit dem ebenso exzellenten KungFu-Kämpfer Chin Hao (Chiang Pin). Dieser stand einst dem Ehemann (Ko Chun-Pang) der schönen Lin Fang (Lisa Chiao) bei, die sich bei Tsui befindet. Als dessen unfreiwillige Geisel und Gespielin..., oder gar doch freiwillig? Dies gibt sie jedenfalls vor.
Tsui will Kwan Fu und Chin Hao gegeneinander ausspielen..., und läd Kwan Fu, als dieser sich von der Bande trennen will, zu einem letzten Essen ein.
Derweil sollen Tsui´s Schergen die Mutter und die Schwester Kwan Fu´s töten..., und dies so aussehen lassen, als dass Chin Hao der Mörder ist.
Doch ausgerechnet Lin Fang wird zum entscheidenden Faktor, dass das perfide Spiel Tsui´s nicht aufgeht.
Nachdem die Bande vernichtet ist..., kommt es zum brutalen Show-Down gegen Tsui..., zum blutigen Kampf auf Leben oder Tod....!
Fazit:
Dies ist ein knallharter, einfacher und routinierter KungFu-Actioner, den Regisseur Chin Sheng-En im Jahre 1972 kostengünstig und flüssig-spannend in Szene setzte. Die Kulissen einfach, die Atmosphäre gediegen..., natürlich viel open air in schäbig-zweckmäßigen Locations, versprüht "Bronze Head and Steel Arm" den typischen "Charme" eines B-Eastern, schnell und billig gemachter Massen-Ware des Genres.
Doch sollte man diesen Streifen nicht als einen reinen KungFu-Actioner vom "B-Filmfriedhof" des Genres einordnen, denn dazu ist er doch leicht nuanciert und überaus solide inszeniert worden.
Auch melancholische Szenen webt die Regie hier denn gekonnt ein, und das Intrigen-Spiel, wer mit wem und auch das Streben nach einem Auseinander-Treiben wenn sich Loyalitäten ergeben, nimmt hier geraumen Platz ein..., und machen den Film spannend.
Werden Tien Peng und Chiang Pin hier wirklich zu echten "Buddies"...? Diese Frage steht denn lange auf des Messers Schneide..., und welche Rolle spielt dabei und überhaupt... Lisa Chiao?
Daraus speist sich insbesondere die Spannung in diesem Handkanten-Drama..., und man bleibt da denn 80 Minuten als Betrachter am Ball.
Und dies drehte Chin Sheng-En mit den wenigen Mitteln die ihm denn zur Verfügung standen... sauber und routiniert ab, gleichwohl die Aura natürlich die eines kostengünstigen B-Eastern ist und bleibt.
Tien Peng..., deutschen Easternfans wohl am ehesten in "Die 18 Kämpfer aus Bronze" an der Seite von Polly Shang Kuan bekannt..., und Chiang Pin..., sie sind die Helden, die erst spät so richtig zueinander finden. Und sie spielen solide und sind natürlich klasse Fighter.
Lisa Chiao..., einst an der Seite von Wang Yu in den Shaw-Klassikern der "One armed Swordsman"-Filme reüssierend..., ist der entscheidende Faktor in diesem Ringen, im Kampf Gut gegen Böse..., sie agiert ruhig, undurchschaubar... und somit in ihrem Rollenbild gekonnt.
Und Huang Chung-Hsin gibt einen schmierig-kalten und brutal-hintertriebenen Villain ab...., arrogant-eitel und verschlagen..., auch er agiert solide-überzeugend.
Mein Schwarm..., die reife, vollbusige Chiu Ting..., hier als verhärmte Mutter, irgendwie ´fertig´ aussehend diesmal..., doch sorgt sie für die fast gefühlvollen Nuancen hier, wenn sie an das Gewissen ihres Sohnes -im Film- appelliert.
Auch Wan Yin-Yue als Schwester Tien Pengs -im Film- agiert tapfer..., und überrascht gar, als sie zur KungFu-Fighterin wird, die sich verzweifelt gegen die Gangster wehrt.
Das bringt mich abschließend zur KungFu-Action, die einmal mehr das Wichtigste hier ist..., denn es ist ein knallharter Eastern, dessen Storyline natürlich dazu dient, so viele KungFu-Kämpfe wir nur irgendmöglich hier zu präsentieren.
Es sind natürlich raue..., reelle Fights..., so wird richtig KungFu gekämpft, wenn es wirklich zur Sache geht.
Doch nimmt das Technische sukzessive mit der Laufzeit in diesem Streifen zu..., und vor allem die Duelle von Tien Peng und Chiang Pin zeigen hier denn doch auch mal Feinheiten. Tien Peng zeigt auch mal hohe Tritte..., und Chiang Pin eine versierte Technik.
Und das Finale..., ein Pas de Trois des Todes..., ein Pas de Trois des KungFu, an einem gottverlassenen und ´schummerigen´ Fluss-Strand..., eine raue Kulisse, als Hintergrund für einen Kampf auf Leben oder Tod.
"Kwan Fu III - Die Bande der Tigerkralle" so der deutsche Kino-Titel..., ist gediegene Unterhaltung für den eingefleischten Eastern-Fan und -Vielseher..., und für diesen denn wohl aber auch eher "für zwischendurch".
Insgesamt ein solider, harter KungFu-Film.
Leider ist die mir vorliegende deutsche Fassung von "ITT Contrast"-Video cut..., und die wohl blutigsten Sequenzen fehlen..., eine vollständige Fassung... wäre noch härter, und sicher besser.
Solide 6/10 Punkte stehen bei mir für diesen B-Eastern zu Buche...!