Inhalt:
China..., in den Wirren der Jahre nach der bürgerlichen Revolution 1911. Warlords..., und deren brutal Steuern bei der Bevölkerung eintreibende Soldaten, halten die nördlichen Provinzen in Terror und Gewalt.
Fong Xiao (Jimmy Wang Yu)..., ein hervorragender KungFu-Kämpfer..., dessen Vater von Banditen getötet wurde, will den Freund seines Vaters, Tang Sung (Lu Ti), erreichen. Er ist der Tochter von Tang, der schönen Hsiang Yen (Cheung Ching-Ching) als Ehemann versprochen.
Fong erreicht den Tang-Clan..., der einen Gasthof betreibt, und deren Mitglieder, was kaum zu vermuten war, ebenfalls exzellente KungFu-Fighter sind.
Vorstehen tut dem Tang-Clan nicht Tang Sung..., sondern die Großmutter des Clans, "Granny" (Chan Wai-Lau)..., und die alte Dame hat es in sich.
Fong Xiao und Hsiang Yen, sie werden verheiratet..., Fong muss sich den knallharten Gesetzen des Clans unterwerfen, und alsbald hat er den Eindruck, in eine Banditen-Familie eingeheiratet zu haben. Ist dem wirklich so?
Andere Banditen überfallen den Clan..., doch Fong kann sie in die Flucht schlagen.
Fong und Hsiang wollen den Clan verlassen.
Doch als die Soldaten des regionalen Warlords mit den Banden-Anführern (Hsieh Han, Shan Mao) kooperieren..., stehen Fong und Hsiang dem Tang-Clan bei.
Es kommt zum lang dauernden, brutalen Showdown..., zum Kampf auf Leben und Tod.....!
Fazit:
Meine kleine Reihe von Besprechungen mit Filmen mit Cheung Ching-Ching geht weiter....
Ich hatte mir etwas mehr von diesem Eastern versprochen..., wenn schon Wang Yu und Taiwans Antwort auf Hongkongs WuXia-Queen Cheng Pei Pei...., Cheung Ching-Ching, in einem Streifen gemeinsam agieren.
Im Jahre 1972, auf dem ersten Höhepunkt der Martial-Arts-Welle, drehte Regisseur Ting Shan-Hsi diesen einfachen, kostengünstig wirkenden KungFu-Film auf Taiwan..., mit simpel-unausgegorener Storyline und rustikal-knallharter Fight-Action.
Die Geschichte..., ist so einfach wie hinkonstruiert, die Atmosphäre kostengünstig, doch gediegen, die Action rau-derbe. Die Story plätschert zur Mitte vor sich hin..., fast kommt etwas Langeweile auf.... bei nur 77 Minuten Laufzeit bei dieser -mir wohl gekürzt vorliegenden- Fassung dieses Films.
Die Dinge laufen irgendwie ineinander..., Wang Yu und Cheung Ching-Ching finden sich, bei diesem Clan sieht man irgendwie nicht so ganz klar..., Bösewichte tauchen auf, und das Paar steht dem ominösen Clan dann in einer langen KungFu-Schlacht schließlich zur Seite.
Ganz kohärent-gelungen ist die Erzählung dieser Storyline denn nicht..., und die KungFu-Action muss das Ganze denn wieder einmal im wahrsten Wortsinne raushauen.
Erst nach ca. 45 Minuten gibt es mit Wang Yu vs Shan Mao den ersten passablen Kampf im Film..., das Ganze erhält endlich mehr Drive, und am Ende rockt die KungFu-Action.
Zuvor gibt es im Gasthof des Tang-Clans einige Längen..., gleichwohl hier der Wechsel von Outdoor- und Studio-Aufnahmen noch mit das Interessanteste ist.
Doch plätschert das Geschehen hier dahin..., und was der Clan genau ist, bleibt nebulös. Dann will das Helden-Paar dem entfliehen..., doch es kommt zum Kampf. Hm, nun ja..., na denn.
Aber es ist wie so oft..., die finale Action haut die Sache raus, zuvor laufen sich die Dinge noch plottechnisch so zurecht.
Wang Yu, hier der Held..., es dauert, bis er richtig brillieren kann..., und dann die Kampf-Sau einmal mehr rauslässt. Am Ende in Weiß gewandet..., und mit zwei Schwertern eine blutige Ernte einholend, ist er denn dann endlich in seinem Element..., so wie seine Fans.
Cheung Ching-Ching..., klar ist sie hübsch..., ich würde sie nur dann von der Bettkante schubsen, wenn ich mit Linda Kierstan liiert wäre. Auch sie brilliert erst zum Ende hin, als auch sie mit zwei langen Dolchen ´aufräumen´ darf.
Lu Ti...., der in jenen Jahren eine feste Größe bei Shaw Brothers war, oft als Villain oder väterliche Figur für die Granden dieses Studios wie Ti Lung, David Chiang, Alexander Fu Sheng oder Wang Chung, er wurde wohl für diesen Streifen ausgeliehen, und es überrascht, ihn hier zu sehen, ihn, der hier solide agiert.
Eine ganz besondere Rolle hat hier Chan Wai-Lau inne..., der Mann spielt eine alte Frau, und dies überzeugend!
Die Synchronisation, eine Frauen-Stimme..., die Maske verblüffend, so spielt Chan Wai-Lau absolut glaubhaft eine alte Frau, die zwar zunächst bieder und senil wirkt, doch eine skrupellose, taffe Clan-Chefin ist.
Also eine ganz spezielle Performance.
Die Soldaten werden als Dummies dargestellt, die nichts auf die Reihe kriegen..., die Banden-Villains, wie Shan Mao und Hsieh Han auch als tumbe Gesellen dargestellt, doch böser und gefährlicher.
Wichtigstes..., und am Ende alles raushauend, die KungFu-Action. Es sind rau-derbe und, bis auf die unvermeidlichen Sprung-Einlagen, reelle KungFu-Fights..., das Finale lang und knallhart. Und irgendwie zweigeteilt..., Wang Yu räumt ´draußen´ auf, Cheung Ching-Ching zunächst im Gasthof ihres Clans indoor. Dann fließt auch dieser blutige Showdown ineinander..., und fast 15 Minuten KungFu-Action-Total..., entschädigen für manche Länge zuvor. Da geht es zur Sache..., in einem vulkanischen Gebirge wird Wang Yu zur Kampf-Sau.
"Showdown" ("Die Geisterreiter von Kwan Fu"), der Titel passt..., ist ein schnell konsumierter KungFu-Actioner, nicht ohne Schwächen..., doch eingefleischte Eastern-Fans sehen das dem Film nach..., und kommen Dank Wang Yu und Cheung Ching-Ching noch auf ihre Kosten.
Sehr, sehr knappe 6/10 Punkte kann sich dieser Eastern noch erfighten.