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Erotikdrama nach Teutonenart - glücklicherweise längst nicht so deppert und unästhetisch wie so mancher Lederhosen-Bullshit. Dennoch wirkt vieles in "Der Liebesschüler" wie eine abgefilmte Kleinstadt-Phantasie. Nicht wenige Szenen sind unfreiwillig komisch, langweilig oder schlichtweg lächerlich - in einer Sequenz schmieren sich beispielsweise zwei Protagonistinnen beim Liebesakt mit Schlagsahne voll usw. Die Besetzung mit der damals populären Silvia Kristel fungierte wohl als Moneymaker, der Kassen zum Klingen bringen sollte; im Vergleich zu "Emanuelle" ist ihre Rolle jedoch als ziemlich lahm zu bezeichnen. Immerhin technisch solide inszeniert, hat man sehr schnell das Gefühl, das auch gut gemachte Sexploitation völlig anders geht...