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Klassische, verdeckt gedrehte Tierrechtsdoku, die sich auf Schweinehaltung, Transport und Schlachtung in der industriellen Produktion konzentriert. Nach kurzem Einstieg mit Bildern glücklicher Schweine und Hinweisen zu deren Bedürfnissen/Sozialverhalten folgen rund 100 Minuten Material aus der Massentierhaltung. Inwieweit die gezeigten Beispiele dem tatsächlichen Branchenstandard entsprechen, bleibt aufgrund der Einseitigkeit der Doku unklar. Der Film setzt auf Emotionalisierung durch Schockbilder und dramatischen Musikeinsatz, steigert sich aber erst in den letzten 10 Minuten visuell mit Schlachtungen, Kastration und Brandmarkung. Inhaltlich geht dem Film nach gut 15 Minuten die Puste aus und er wird repetitiv. Ein höheres Schnitttempo hätte den Erzählfluss verbessert und den Bildern dennoch den nötigen Wirkraum gelassen. So bleibt ein dröger Film mit berechtigtem Anliegen, der nur von der eigenen Echokammer beachtet wird.

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