Die US Amerikaner Olli , Liam , Emily und Jessica nehmen in Australien an einer Outback Tour der beiden Freunde Stevo und Bazza teil . Diese erscheinen nun nicht wie die seriösesten Reiseführer und versuchen die Touristen auch gleich mit ein paar gestellten Situationen zu unterhalten . So verstecken sie z.B. angebliche Opale in umgestürzten Bäumen , damit die Touristen sie dort finden , und auch ein ´Dropbear´ Angriff steht auf dem Programm . Als Bazza jenen mit einem Stofftier faken will , wird er allerdings wirklich von einem jener australischen Mythenwesen attackiert , während der Rest der Gruppe vor einer Horde ´Dropbears´flieht . Doch die Überlebenden retten sich ausgerechnet in ein verlassenes Geheimlabor , in dem einst ein Mittel gegen Chlamydien entwickelt werden sollte . Ob dieses Labor wohl etwas mit den Monstern zu tun hat ? Auf jeden Fall schleicht der 300 Kilo schwere ´Dropbear´King Koala dort durch die Gänge ...
Die große Zeit der verrückten Haifilme ist ( Gott sei Dank ! ) vorbei , da scheinen miese Filmemacher eine neue Methode ausprobieren zu wollen , um ohne große Mühe ans Geld anderer Leute zu gelangen . Statt einfach nur Haie mit absonderlichen Fähigkeiten auszustatten , sucht man sich nun andere Tiere , die entweder auf Droge ( Cocaine Bear , Methgator ) oder eigentlich so niedlich und harmlos sind , dass man ihnen nichts böses zutrauen würde ( Zombiber , Skippy ) .
Genau auf dieser Welle scheint " Dropbear " reiten zu wollen , dessen Hauptantagonisten wohl eine Art australischer Wolpertinger sind und seit ein paar Jahrzehnten Touristen Down Under erschrecken sollen . Im Grunde genommen sind es aber einfach nur große Koalas , die sich angeblich von den Bäumen auf ihre Opfer fallen lassen und die man ebenso angeblich mit einigen bescheuerten Methoden , wie sich Gabeln in die Haare zu stecken oder Zahnpasta hinter die Ohren zu schmieren , abschrecken können soll .
In " Dropbears " werden eben diese Monster nun mit der Hilfe von Computeranimationen , süßen Plüschkoalas oder auch eines Mannes in einem Plüschkostüm zum Leben erweckt . Wobei die PC Koalas noch ganz okay aussehen wenn sie nachts über die Bäume huschen , sonst aber zum Vergessen sind , Plüschtiere als Monster natürlich schon nur noch als Witz durchgehen und der King Koala im Plüschkostüm mit einem selten hässlichen Gesicht ausgestattet wurde ( welches auch noch per PC animiert wird ) , so dass man es schon kaum ansehen möchte .
Horrorfeeling kommt dabei natürlich zu keiner Minute auf .
Und auch mit dem Humor sieht es schlecht aus , denn es ist ganz klar , dass keiner der Verantwortlichen über großen Witz verfügt . Was kaum wundert , wenn die Macher offenbar so große Fans solchen Haischwachsinns wie " Sharknado " sind , dass man diesem Film am Ende des eigenen Streifens huldigt , wenn der King Koala genauso mit Motorsäge im Flug zermetzelt wird und die " Heldin " aus dem geöffneten Torso des Monsters entsteigt , wie einstmals Finn in eben der genannten " Sharknado " Reihe .
Zwar geben sich die männlichen Darsteller einigermaßen Mühe witzig zu sein , doch hält das Drehbuch praktisch keine Gags parat , mit denen man arbeiten könnte . Da ist schon das sehr ausgelutschte Klischee der Hinterwäldler , die Touristen auf idiotische Weise ausnehmen wollen ( und übrigens einen noch viel schwachsinnigeren Hintergedanken mit der Tour haben ) , das höchste der Humorgefühle . Die beiden Frauen sind dagegen so nervig und langweilig gehalten , dass sie nichts anderes zu tun haben , als sich über mangelndes WLAN in der Wildnis zu beschweren , sich ins Hotel zurück zu wünschen , dem Freund Chlamydien anzuhängen ( Ob das wohl was mit den Monstern zu tun hat ? Wer weiß ... ) oder sich ein simpleres Leben zu wünschen und natürlich müssen solche Themen immer dann besprochen werden , wenn man sich auf der Flucht und in Todesgefahr befindet und es eigentlich spannend werden sollte .
Ansonsten ist nur eine Szene halbwegs als lustig zu bezeichnen und zwar als ein Spezialistenteam der Armee sich so lange mit Waffen und Kleidung ausrüstet ( alles schön gezoomt wie in " Rambo 2 " ) , dass es gar nicht mehr aufzuhören scheint . Endgag und Post Credit Gag sind dafür so jämmerlich unlustig , dass man kaum glauben kann , dass den Machern für den Abschluss des eigenen Films nicht IRGENDWAS besseres einfiel .
Mit der absoluten Unlogik des Films will ich mal gar nicht anfangen und erspare allen hier und mir selber auch eine längere Aufzählung selbst des größten Schwachsinns .
Am Ende bleiben da nicht viel mehr als 90 Minuten Zeitverschwendung , wobei sich die letzten 30 Minuten noch einmal wie 90 Minuten anfühlen - man also auf gut 150 Minuten Lauflänge kommt ( also grob geschätzt ) - und das Gefühl hat , dass man aus der Kulisse Australiens und der Prämisse durchaus ein nettes Creature Feature hätte machen können , wenn man denn ein paar Ideen , Geld und Talent gehabt hätte ...